Für 122 angehende Medizinische Fachangestellte in Brandenburg ist die Ausbildung geschafft. Bei der feierlichen Freisprechung im Haus der Brandenburgischen Ärzteschaft in Potsdam überreichte die Landesärztekammer die Prüfungszeugnisse und MFA-Briefe.
Zwei Abschlüsse mit Prädikat „sehr gut“
Zwei Prüfungsteilnehmerinnen schlossen die Ausbildung dabei mit dem Gesamtprädikat „sehr gut“ ab. Beide wurden an Oberstufenzentren in Potsdam beziehungsweise Brandenburg an der Havel beschult und absolvierten ihre praktische Ausbildung in hausärztlich-allgemeinmedizinischen Praxen.
Bemerkenswert ist zudem: Beide nahmen wegen guter und sehr guter Leistungen vorzeitig an der Abschlussprüfung teil. Insgesamt wurde an neun Tagen geprüft, und zwar in 18 Arztpraxen sowie an den Oberstufenzentren Frankfurt (Oder) und Brandenburg an der Havel.
„Sie sind das Herz der Praxis“
Überreicht wurden die Zeugnisse von Kammer-Vorstandsmitglied Dr. med. Ellen Ortmann. In ihrer Abschlussrede gab sie den Absolventinnen und Absolventen einen Satz mit auf den Weg: „Merken Sie sich: Die Ärzte sind vielleicht der Kopf der Praxis, aber Sie sind das Herz.“
Zusätzlich gesondert geehrt wurden die fünf besten Absolventinnen: Emily Sophie Wilke, Paulina Riemer, Swantje Oelze, Karin Heimesaat und Isabella Pade.
Medizinische Fachangestellte in Brandenburg dringend gebraucht
Die Landesärztekammer dankte allen Praxen und Berufsschulen, die Ausbildung und Umschulung von Medizinischen Fachangestellten ermöglichen. Sie leisteten damit einen unverzichtbaren Beitrag zur Fachkräftesicherung, heißt es in der Mitteilung.
Der Bedarf bleibt unterdessen unverändert hoch. Medizinische Fachangestellte in Brandenburg arbeiten in Hausarzt- und Facharztpraxen, in medizinischen Versorgungszentren und in Kliniken – und sie sind vielerorts der erste Kontakt für Patientinnen und Patienten.
Ausbildung dauert drei Jahre
Die Ausbildung zur oder zum Medizinischen Fachangestellten dauert regulär drei Jahre und verbindet Praxis und Berufsschule. Zu den Aufgaben gehören Patientenbetreuung, Assistenz bei Untersuchungen, Labortätigkeiten sowie Abrechnung und Praxisorganisation.
Wer die Ausbildung vorzeitig abschließen möchte, kann das bei entsprechenden Leistungen beantragen – wie in diesem Sommer geschehen. Die nächste Prüfung folgt im Winter.
Auch in der Lausitz werden Kräfte gesucht
Für die Region ist die Zahl mehr als eine Statistik. Weil Praxen und Kliniken in Südbrandenburg seit Jahren um Personal konkurrieren, entscheidet der Nachwuchs mit darüber, wie gut die ambulante Versorgung künftig funktioniert. Medizinische Fachangestellte in Brandenburg gehören dabei zu den Berufen, die in nahezu jeder Einrichtung gebraucht werden.
Foto: LAEKB
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