Vor Beginn der Grippesaison ruft Brandenburgs Gesundheitsminister René Wilke zur Grippeimpfung auf. Nach Angaben seines Ministeriums lassen sich immer weniger ältere Menschen impfen. Bei den über 60-Jährigen lag die Impfquote zuletzt bei 48,6 Prozent.
Impfquote bei Älteren in Brandenburg gesunken
Ihren Höhepunkt erreichte die Impfquote während der Corona-Pandemie. In der Saison 2020/21 ließen sich laut Ministerium 65,1 Prozent der über 60-Jährigen in Brandenburg gegen Influenza impfen. Seitdem ging der Wert Jahr für Jahr zurück, in der Saison 2024/25 lag er nur noch bei 48,6 Prozent. Neben der Grippe nennt das Ministerium weitere Atemwegserreger, gegen die sich besonders Risikogruppen wie ältere oder chronisch kranke Menschen impfen lassen sollten: RSV, Pneumokokken und Corona. So sollen schwere Krankheitsverläufe vermieden werden.
„Influenza ist keine harmlose Erkrankung, sie kann schwere Verläufe verursachen“, sagte Wilke. Gerade ältere Menschen sollten sich das bewusst machen. Angesichts fünfstelliger Fallzahlen und sinkender Impfbereitschaft appellierte der Minister deshalb an die Brandenburgerinnen und Brandenburger: „Nehmen Sie die akuten Atemwegserkrankungen ernst. Lassen Sie sich jetzt impfen, schützen Sie Ihre Gesundheit und die Ihrer Familie!“
Fallzahlen der Grippesaison in Brandenburg
Als Grippesaison gilt der Zeitraum von der 40. Kalenderwoche bis zur 20. Kalenderwoche des Folgejahres. In diesem Jahr beginnt sie damit am Montag, 28. September. In der zurückliegenden Saison 2025/26 wurden im Land 12.802 bestätigte Influenza-Infektionen gemeldet, und zwar von Anfang Oktober 2025 bis Mitte Mai 2026. In der Saison davor waren es noch 18.719.
Wem die STIKO eine Grippeimpfung empfiehlt
Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut empfiehlt die jährliche Grippeimpfung von Oktober bis Mitte Dezember. Sie richtet sich vor allem an folgende Gruppen:
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- Menschen ab 60 Jahren
- Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung durch ein Grundleiden schon ab dem ersten
- chronisch Kranke
- Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen
- Menschen, die im selben Haushalt lebende oder von ihnen betreute Risikopersonen anstecken könnten
- Personen mit erhöhter Gefährdung, etwa medizinisches Personal
- Menschen in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr
- Menschen mit häufigem direktem Kontakt zu Schweinen, Geflügel, Wildvögeln oder Robben, etwa in Nutztierhaltung, Zoos, Tierheimen, Tierarztpraxen oder Schlachthöfen
Grippeimpfung am besten beim Hausarzt anfragen
Bis der volle Impfschutz aufgebaut ist, vergehen in der Regel zehn bis 14 Tage. Mediziner raten deshalb, sich bereits im Herbst impfen zu lassen, idealerweise zwischen Oktober und Dezember. Der Impfstoff gegen Influenza wird jedes Jahr angepasst. Informationen dazu und zu den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation stellt das Paul-Ehrlich-Institut bereit.
Laut STIKO-Empfehlung kann die Impfung auch zeitgleich mit einer Corona-Auffrischungsimpfung gegeben werden. Weil viele Ärztinnen und Ärzte impfen, empfiehlt das Ministerium, sich an die eigene Hausarztpraxis zu wenden. Antworten auf häufige Fragen zur Impfempfehlung hat außerdem das Robert Koch-Institut zusammengestellt.
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Red. / Presseinformation








