Das Sana-Herzzentrum Cottbus hält sein Herzkatheterlabor und seine Herzchirurgie rund um die Uhr bereit. Darauf weist die Klinik zur Woche der Wiederbelebung hin. Ihre Herzchirurgie ist nach eigenen Angaben die einzige in Südbrandenburg.
Sana-Herzzentrum Cottbus fragt zuerst nach der Ursache
Mit der Aktionswoche wollen die Sana Kliniken in Südbrandenburg zeigen, wie Ersthelfer und Herzmedizin zusammenwirken. Das Motto lautet „Hinsehen. Handeln. Leben retten.“ Laut Sana-Herzzentrum Cottbus sinkt mit jeder Minute ohne Wiederbelebung durch Umstehende die Überlebenschance um 10 Prozent. Wer schnell handelt, gewinnt demnach die Zeit, in der ein Herzteam gezielt weiterbehandeln kann. Über die Woche der Wiederbelebung hatte NIEDERLAUSITZ aktuell bereits berichtet.
Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand pumpt das Herz kein Blut mehr. Die Person reagiert nicht und atmet nicht normal. Ein möglicher Auslöser ist ein Herzinfarkt, bei dem sich meist ein Herzkranzgefäß verschließt. Auch schwere Rhythmusstörungen oder ausgeprägte Herzklappenerkrankungen kommen infrage. Deshalb steht in der spezialisierten Herzmedizin immer zuerst die Frage nach der Ursache.
Katheterlabor in Cottbus steht rund um die Uhr bereit
In der Klinik für Kardiologie gibt es ein Herzkatheterlabor mit 24-Stunden-Bereitschaft. Pflegekräfte und Ärzte bereiten Material, Medikamente und Überwachung vor und sichern Kreislauf und Atmung. Zeigt sich ein akuter Verschluss, kann das Team je nach Befund sofort behandeln.
„Wenn ein verschlossenes Herzkranzgefäß den Kreislaufstillstand ausgelöst hat, kann eine Herzkatheteruntersuchung lebensrettend sein“, erklärt Dr. Axel Harnath, Chefarzt der Klinik für Kardiologie. Über ein Gefäß am Handgelenk oder in der Leiste führe das Team einen dünnen Katheter bis zum Herzen. Einen Verschluss könne es dann mit Ballon und Stent behandeln. „Entscheidend ist, die Ursache schnell zu erkennen und die passende Behandlung einzuleiten“, so Harnath.
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Die Katheterbehandlung folgt allerdings nicht automatisch auf jede Reanimation. Erst EKG, Bildgebung, Laborwerte und der Zustand des Patienten ergeben zusammen ein Bild. Auf dieser Grundlage entscheidet das Team, welche Therapie sinnvoll ist und wie dringend sie erfolgen muss.
Einzige Herzchirurgie in Südbrandenburg arbeitet im Team
Im Herzzentrum arbeiten Kardiologie und Herzchirurgie eng zusammen. Sind mehrere Herzkranzgefäße komplex betroffen, kann eine Bypassoperation die geeignete Behandlung sein. Bei schweren Klappenerkrankungen kommen kathetergestützte Verfahren wie TAVI oder eine Operation infrage. Welche Methode passt, hängt unter anderem von Befund, Alter, Begleiterkrankungen und Risiko ab. Zudem tragen Anästhesie, Intensivmedizin, Pflege und Kardiotechnik die Entscheidung mit.
„Eine Operation ist nach einer Reanimation kein Automatismus. Sie kann aber notwendig werden, wenn eine Gefäß- oder Klappenerkrankung nicht ausreichend interventionell behandelbar ist“, sagt Prof. Dr. Dirk Fritzsche, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie. Die Herzchirurgie sei 24 Stunden am Tag einsatzbereit. „Als einzige Herzchirurgie in Südbrandenburg tragen wir eine besondere Verantwortung für die Menschen in der Region“, so Fritzsche.
Sana-Herzzentrum Cottbus als Teil einer Versorgungskette
Nach einem Kathetereingriff oder einer Operation geht die Versorgung auf der Intensivstation weiter. Dort überwachen Pflegekräfte und Ärzte Atmung, Kreislauf und Organfunktionen. Gleichzeitig begleiten sie die Angehörigen.
Nach eigener Darstellung bildet das Sana-Herzzentrum Cottbus den spezialisierten Teil der regionalen Sana-Versorgungskette. Wohnortnahe Abschnitte sichern das Klinikum Dahme-Spreewald mit den Standorten Lübben und Königs Wusterhausen sowie die Sana Kliniken Niederlausitz in Senftenberg. Nach der Behandlung folgen je nach Verlauf Weiterbehandlung, Rehabilitation und Nachsorge in Wohnortnähe.
Jährlich behandelt das Herzzentrum nach eigenen Angaben mehr als 4.500 Patienten stationär. Die erste Operation am offenen Herzen im Land Brandenburg fand dort am 7. Juni 1995 statt. Eine Merkkarte zur Wiederbelebung stellen die Sana Kliniken unter sana.de/wdw2026 bereit.
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Red. / Presseinformation








