Vor der Evangelischen Grundschule in Cottbus-Ströbitz hat ein Mann am Dienstag aus einem Transporter heraus einen Jungen angesprochen. Die Polizei hat den Fahrer inzwischen ermittelt und geht derzeit von einer Verwechslung aus. Das bestätigte die Polizeidirektion Süd gegenüber Niederlausitz aktuell.
Polizei ermittelt Fahrer nach Vorfall in Cottbus-Ströbitz
Eine Mutter hatte vor der Schule in Ströbitz einen weißen Transporter beobachtet. Aus dem Fahrzeug heraus sprach ein Mann einen Jungen an und fragte ihn, ob er ihn nach Hause bringen solle. Der Junge lehnte ab. Das Fahrzeug und das Kennzeichen wurden fotografiert, gegen den Mann wurde Anzeige erstattet.
Sascha Erler, Sprecher der Polizeidirektion Süd, bestätigte den Vorfall. „Wir haben den Fahrer mit den Informationen ermittelt, die Ermittlungen laufen noch und wir sind im Gespräch mit dem Mann“, sagte er. „Derzeit sieht es aber nach einer Verwechslung des Jungen durch den Fahrer aus, der ihn dadurch aus Versehen ansprach. Es sind noch Dinge zu klären, aber das ist der aktuelle Stand.“
Polizei rät Familien zu einem Codewort beim Abholen
„Lieber einmal zu oft reagieren als einmal zu wenig. Wir gehen Anzeigen nach“, sagte Erler.
Damit Kinder nicht zu Fremden ins Auto steigen, gibt es nach seinen Angaben ein Präventionsprogramm der Polizei für die Vorschulgruppen in den Kitas. So sollen Kinder schon früh dafür sensibilisiert werden. Sinnvoll sei es außerdem, ein Codewort zu vereinbaren, wenn nicht die Eltern selbst ein Kind abholen. Das Wort kennen dann nur das Kind und die Person, die es abholt.
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Fotos nach solchen Vorfällen über WhatsApp oder soziale Netzwerke zu verbreiten, hält Erler dagegen für keine gute Idee. Das könne im Zweifel zu rechtlichen Problemen führen.
Ähnliche Fälle in Senftenberg und im Kreis Dahme-Spreewald
Einen ähnlichen Fall wie in Ströbitz hatte es nach Erlers Angaben Anfang September in Senftenberg gegeben. Dort waren Kinder angesprochen worden, der Mann fragte ein Kind: „Wie heißt du? Wo fährst du hin?“ Die Polizei ermittelte ihn und führte eine Gefährderansprache durch. Dabei suchen Beamte das Gespräch mit jemandem, um weitere Vorfälle zu verhindern.
Manchmal führe auch Hilfsbereitschaft zu einer Anzeige, sagte Erler und nannte einen Fall aus dem vergangenen Jahr im Landkreis Dahme-Spreewald. Dort hatte ein Mann an einer Bushaltestelle gesehen, wie ein Junge seinen Bus knapp verpasste. Er hielt an und fragte den Jungen, ob er ihn nach Hause bringen solle. Der Junge lehnte ab, der Fall wurde angezeigt und später aufgeklärt.
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Red.








