Eine Strickmaschine, die Stimmen in Stoff verwandelt: Die Künstlerin Karen Modrei zeigt ihre Arbeit am Samstag als Live-Performance im Forster Textilmuseum. Wer mitmacht, hinterlässt eine textile Spur.
Bei Karen Modrei strickt der Soundsensor mit
Im Mittelpunkt steht eine eigens umgebaute Strickmaschine. Über einen Soundsensor nimmt sie Stimmen und Geräusche auf und übersetzt sie in textile Muster – in Echtzeit, während die Besucher im Raum stehen.
Die entstehenden Stoffbahnen bleiben nicht Beiwerk: Sie werden als textile Dokumente Teil der Installation und damit der Ausstellung.

Was Sprache verbindet und was sie trennt
Ihre Arbeit trägt den Titel „appropriate hieroglyphs“. Karen Modrei lebt und arbeitet in München und verbindet in ihrer Praxis Textil, Klang, Installation und Performance.
Für die openart Lausitz Biennale hat sie sich mit der Mehrsprachigkeit der Lausitz beschäftigt – und mit der Frage, wie Sprache verbinden, aber ebenso Fremdheit und Distanz erzeugen kann. Dass dafür ausgerechnet ein Textilmuseum den Rahmen bildet, ist kein Zufall.
Was sonst noch zu sehen ist
Parallel laufen weitere Arbeiten der Biennale. Dazu gehören die rund zehn Meter lange Installation „Flaming Heart“ von Joana Vasconcelos, der monumentale Scherenschnitt „State of Strike“ von Sonja Yakoleva, Holzschnitte von Frank Lippold sowie Fotografien von Marike Schuurmann.
Katharina Wimmer zeigt die Installation „Makro-Kohlestruktur“, Minh Duc Pham und Heike Zappe widmen sich der Geschichte und den Menschen der Lausitz. Eröffnet worden war die Biennale Anfang August ->> wir berichteten
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Foto: Karen Modrei
Red. / Presseinformation

















