In Cottbus liefen Ende 2025 1.737 Hilfen zur Erziehung und verwandte Hilfen für junge Menschen und Familien, so viele wie in keinem anderen Kreis Südbrandenburgs. Landesweit waren es 24.942. Das geht aus dem Bericht des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg zur Kinder- und Jugendhilfe hervor.
Hilfen zur Erziehung in Südbrandenburg am Jahresende
Erfasst sind neben den klassischen Hilfen zur Erziehung auch Erziehungsberatungen, die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen und Hilfen für junge Volljährige. Nach Cottbus folgt Dahme-Spreewald mit 1.318 laufenden Hilfen am Jahresende. In Oberspreewald-Lausitz waren es 929, in Spree-Neiße 811 und in Elbe-Elster 711. Frankfurt (Oder) kam auf 632.
Im Laufe des Jahres 2025 begannen landesweit 20.126 neue Hilfen, 18.139 wurden beendet. In Cottbus kamen 1.307 Hilfen neu hinzu, in Dahme-Spreewald 1.106, in Oberspreewald-Lausitz 685, in Spree-Neiße 471 und in Elbe-Elster 434.

In Cottbus häufig nach einer Gefährdungseinschätzung
In Cottbus wurden 338 der laufenden Hilfen eingeleitet, nachdem das Jugendamt zuvor eine mögliche Gefährdung des Kindeswohls geprüft hatte. Das ist ein Anteil von knapp 20 Prozent. Landesweit liegt er bei knapp 10 Prozent. In Spree-Neiße betraf es 118 Hilfen, in Dahme-Spreewald 113, in Elbe-Elster 62 und in Oberspreewald-Lausitz 45.
Unter den Hilfen zur Erziehung ist in Cottbus die Erziehungsberatung mit 648 Fällen am häufigsten. 334 Familien erhielten sozialpädagogische Familienhilfe, 297 junge Menschen lebten in einem Heim oder einer anderen betreuten Wohnform, 116 in Vollzeitpflege.
Viele Familien leben von Transferleistungen
Das Amt weist auch aus, ob die Herkunftsfamilie ganz oder teilweise von Bürgergeld, Grundsicherung, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag lebt. Bei den Hilfen für junge Menschen traf das landesweit auf gut ein Drittel zu. In Elbe-Elster waren es 342 von 583 Fällen und damit fast 60 Prozent, in Spree-Neiße 292 von 636. In Cottbus lag der Anteil bei 613 von 1.396 Fällen, in Dahme-Spreewald bei 270 von 1.134.
Auch die Dauer unterscheidet sich. Eine beendete Hilfe für junge Menschen dauerte in Elbe-Elster im Schnitt 37 Monate, in Spree-Neiße 33 und in Oberspreewald-Lausitz 29 Monate. In Cottbus waren es 22 Monate, landesweit 24 Monate.
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