Ein Kinosaal im ersten Obergeschoss, große Leinwand, 5 Euro Eintritt: In Forst zeigt eine Gruppe Filmbegeisterter einmal im Monat Kino – immer am zweiten Freitag. Vier Termine stehen in diesem Jahr noch aus.
Kino in Forst, einmal im Monat
Hinter der Reihe steht die Kinogruppe von „Unteilbar Forst“, einem Bündnis, das sich für Demokratie und ein solidarisches Miteinander einsetzt. Gezeigt wird in der Villa Digitalkultur in der Blumenstraße 9 – einem Kulturzentrum, das seit 2023 in einem historischen Altbau untergebracht ist.
Der Saal im ersten Obergeschoss wird für die Vorführungen zum Kino umfunktioniert. Beginn ist jeweils 18:30 Uhr, der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Zu jedem Film gibt es anschließend eine Gesprächsrunde.

Fünf Leute, ein Bündnis, ein Saal
Getragen wird die Reihe von fünf Forstern: Sebastian Kürten, Grit Koalick, Wolfram Calvet, Hermann Kostrewa und Mandy Simmank. Kennengelernt haben sie sich über ihr Engagement bei „Unteilbar Forst“, einem losen Bündnis für Demokratie und ein solidarisches Miteinander. Kostrewa, selbst Cineast, gilt in der Gruppe als Ideengeber.
Sebastian Kürten ist zugleich Vorstandsmitglied des Vereins „Bunte 9″, der das Programm der Villa mitgestaltet. Das Gebäude war früher Pfarr- und Konfirmandenhaus der evangelischen Kirche, seit 2023 ist dort das Kulturzentrum untergebracht.
Der Anspruch der Gruppe: anspruchsvolle Filme zu gesellschaftlichen Themen, ohne dass Politisches im Vordergrund steht. Auf DDR-Bezüge sei die Auswahl nicht angelegt, betont Calvet – dass zuletzt gleich mehrere Filme in diese Richtung gingen, sei eher Zufall. Gezeigt werden ebenso Komödien, Jugendfilme, Musikfilme und zur Saison auch Weihnachtsstreifen.
Die Besucherzahlen steigen
Rund 40 Zuschauer finden im Saal Platz, und er füllt sich zunehmend. Beim Zuschauen soll es dabei nicht bleiben: Nach jedem Film gibt es die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen – über den Film und darüber hinaus.
Die Filme bezieht die Gruppe über den Verleiher „Dorfkino“, der Vereinen günstige Konditionen einräumt. Deshalb bleiben auch die Eintrittspreise niedrig; Getränke gibt es an der Bar. Beworben wird das Programm mit Flyern und Plakaten in Forster Geschäften sowie über die sozialen Netzwerke.
Das Programm für 2027 soll spätestens im Dezember stehen. Wünsche aus dem Publikum nimmt die Gruppe dafür ausdrücklich entgegen.
Das steht in diesem Jahr noch auf dem Programm
Gelaufen sind in diesem Jahr bereits „Gundermann“, „Freies Land“, „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“, „25 km/h“ und „Kleinruppin forever“. Die Auswahl zeigt, worauf die Gruppe hinauswill: deutsche Filme mit gesellschaftlichem Thema, ohne Zeigefinger.
Warum Kino in Forst mehr ist als ein Filmabend
Ein festes Kino in Forst gibt es nicht mehr. Zu DDR-Zeiten gab es sogar ein Kino-Café am Bahnhof, auch das ist lange Geschichte. Wer seither einen Film auf großer Leinwand sehen will, fährt nach Cottbus. Genau diese Lücke füllt die Reihe – im kleinen Format, aber verlässlich, jeden zweiten Freitag im Monat.
Rund zwei Wochen vor jeder Vorführung veröffentlicht die Gruppe einen Flyer zum jeweiligen Film in den sozialen Netzwerken. Aktuelle Informationen stehen außerdem auf der Seite der Villa Digitalkultur.
Grafik: Unteilbar Forst
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