Nach der nächtlichen Räumung eines Wohnhauses in Lauchhammer (->> wie berichtet) ist einer der betroffenen Bewohner gestorben. Ein 69-jähriger Mann wurde am Donnerstagmorgen tot in der Gemeinschaftsunterkunft gefunden, in der er die Nacht verbracht hatte. Das teilte brandenburg.media mit. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, die Todesursache ist bislang unklar. Ob sie mit den Ereignissen der Nacht in Zusammenhang steht, ist offen. Zuvor hatte die Stadt das Mehrfamilienhaus in der Weinbergstraße aus Sicherheitsgründen räumen lassen. Der Mann gehörte zu den Bewohnern, die ihre Wohnung in der Nacht verlassen mussten.
Knallgeräusche und Risse im Mauerwerk
Ausgelöst hatte den Einsatz ein Hinweis von Zeugen am Mittwochabend gegen 21.45 Uhr. Nach Angaben von Polizeisprecher Sascha Erler (Polizeidirektion Süd) hatte es an dem Gebäude mehrere laute Knallgeräusche gegeben – einmal am Vormittag, einmal am Abend. Anschließend zeigten sich fingerbreite Risse im Mauerwerk. Um 22.48 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert; sie kontrollierte die Hausfront unter anderem mit der Drehleiter und vermutet Setzungsrisse infolge des früheren Tagebaus.
Zehn Bewohner mussten raus
Weil unklar war, ob die Statik noch gesichert ist, ließ die Stadt Lauchhammer zwei Hauseingänge räumen. Betroffen sind zehn Bewohner: Sechs kamen bei Familie oder Freunden unter, vier in einer Gemeinschaftsunterkunft. Eine Wohnung musste aufgebrochen werden, um sicherzugehen, dass sich niemand mehr darin aufhielt. Das Gebäude ist abgesperrt.
„Wir haben beschlossen, die Wohnungen evakuieren zu lassen, sodass wir kein Menschenleben in Gefahr bringen“, wird Bürgermeister Mirko Buhr zitiert. Über das weitere Vorgehen soll nun die untere Bauaufsicht des Landkreises entscheiden. Beauftragte des Vermieters sind vor Ort und suchen nach Ersatzwohnungen für die Betroffenen.
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