Das DLR-Institut für CO2-arme Industrieprozesse mit Standorten in Cottbus und Zittau hat eine neue Leitung. Wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mitteilte, ist Prof. André D. Thess seit dem 1. August Direktor des 2019 gegründeten Instituts. Der Physiker und Energieforscher war zuvor zwölf Jahre Direktor des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik in Stuttgart.
André Thess übernimmt Leitung
Prof. André D. Thess leitet seit Anfang August das DLR-Institut für CO2-arme Industrieprozesse in Cottbus und Zittau. Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt will der Wissenschaftler dort die Forschung an wirtschaftlichen und emissionsarmen Lösungen für energieintensive Industrieprozesse weiterentwickeln.
Thess wechselt innerhalb des DLR in die Lausitz. Zuvor stand er zwölf Jahre an der Spitze des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik in Stuttgart. Seine neue Aufgabe führt ihn zugleich in seine Heimatregion zurück.
„Für mich ist es eine reizvolle Aufgabe, das junge DLR-Institut für CO2-arme Industrieprozesse in meiner Heimatregion zu einem führenden Akteur bei der Entwicklung wirtschaftlicher und emissionsfreier energieintensiver Prozesse zu machen“, erklärte Thess laut DLR-Pressemitteilung.
Industrieforschung für energieintensive Produktionsprozesse
Das DLR gründete das Institut für CO2-arme Industrieprozesse im Jahr 2019. Dort erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Technologien, mit denen sich CO2- und Schadstoffemissionen bei industriellen Prozessen reduzieren lassen sollen. Im Mittelpunkt stehen laut DLR insbesondere energieintensive Branchen wie die Stahl-, Aluminium-, Zement-, Chemie-, Papier- und Lebensmittelindustrie.
Dafür verbindet das Institut experimentelle Forschung mit verschiedenen Simulationsmethoden. Zudem arbeitet es mit Beteiligten aus Wissenschaft und Industrie zusammen. Ziel der Forschungsarbeiten ist es nach Angaben des DLR, energieintensive Produktionsverfahren zuverlässiger, wirtschaftlicher und umweltverträglicher zu gestalten.
Hochtemperatur-Wärmepumpen im Fokus der Forschung
Zu den Forschungsschwerpunkten gehören Hochtemperatur-Wärmepumpen für industrielle Anwendungen. Diese sollen Prozesswärme in Temperaturbereichen bereitstellen, die bislang nur eingeschränkt durch kommerziell verfügbare Technologien abgedeckt werden können. Ergänzend beschäftigt sich das Institut mit Methoden zur Simulation und virtuellen Auslegung industrieller Prozesse.
„Energieintensive Industrieprozesse bilden das Rückgrat entwickelter Volkswirtschaften. Mit innovativen Technologien und leistungsfähigen Simulationsmethoden wollen wir dazu beitragen, diese Prozesse zuverlässiger, wirtschaftlicher und umweltverträglicher zu machen“, erklärte Thess. Darüber hinaus wolle er die Bedeutung industrieller Prozesse stärker in die öffentliche Wahrnehmung rücken.
André Thess bringt langjährige Forschungserfahrung mit
Thess studierte nach Angaben des DLR Physik an der Technischen Universität Dresden und promovierte dort 1991. Nach Forschungsaufenthalten in Frankreich und an der Princeton University in den USA folgte 1995 seine Habilitation an der TU Dresden.
Von 1998 bis 2014 war Thess Professor für Thermodynamik und Magnetofluiddynamik an der Technischen Universität Ilmenau. Anschließend übernahm er die Leitung des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik. Zudem war er Professor für Energiespeicherung an der Universität Stuttgart. Mit der neuen Aufgabe übernimmt er nun die wissenschaftliche Leitung des DLR-Instituts Cottbus André Thess an den Standorten Cottbus und Zittau.
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Red. / Presseinformation




