In Ostrava beginnt am Mittwoch die Europameisterschaft im Feuerwehrsport. Verabschiedet wurden die deutschen Mannschaften in Cottbus, wo die Verbandsspitzen aus Brandenburg zusammenkamen. Das meldet der Stadtfeuerwehrverband Cottbus.
Verabschiedung mit den Verbandsspitzen in Cottbus
Am 17. August kamen in Cottbus zahlreiche Vertreter aus Feuerwehr und Feuerwehrsport zusammen, um den Athletinnen und Athleten ihre Wünsche mit auf den Weg zu geben. Nach Angaben des Stadtfeuerwehrverbandes waren unter anderem die Geschäftsführerin des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg, der Präsident des Stadtfeuerwehrverbandes Cottbus sowie der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Spree-Neiße vertreten.
Dazu kamen der Kreisbrandmeister des Landkreises Spree-Neiße und der Leiter der Feuerwehr Cottbus. Die Teilnahme sei nicht nur ein sportliches Ereignis, sondern auch Ausdruck von Leistungsbereitschaft, Kameradschaft und Teamgeist innerhalb der Feuerwehr, heißt es in der Mitteilung.

Europameisterschaft im Feuerwehrsport ab Mittwoch
Die Wettkämpfe in Ostrava laufen bis zum 22. August. Angereist sind die Mannschaften bereits am Montag, der Dienstag diente dem Training. Deutschland tritt mit vier Mannschaften an: einem Frauen- und einem Männerteam sowie Junioren-Auswahlen weiblich und männlich.
Ausgerichtet werden die Wettbewerbe vom Weltfeuerwehrverband CTIF. Nach Angaben des Deutschen Feuerwehrverbandes beteiligen sich in diesem Jahr mehrere Tausend Feuerwehrangehörige aus mehr als 20 Nationen an den Wettbewerben des Verbandes.
Vier Disziplinen entscheiden über die Medaillen
Gewertet wird in zwei Einzel- und zwei Mannschaftsdisziplinen. Auf der 100-Meter-Hindernisbahn müssen die Sportler eine Wand überwinden, einen Schwebebalken passieren und Schläuche kuppeln. Beim Hakenleitersteigen geht es einen 10,85 Meter hohen Turm hinauf, dazu kommen rund 35 Meter Laufstrecke.
Als Mannschaftsdisziplinen folgen die 4×100-Meter-Hindernisstaffel und der Löschangriff nass, der in etwa 25 Sekunden abgeschlossen sein muss. Weil die Abstände zwischen den Nationen gering ausfallen, entscheiden häufig Zehntelsekunden über die Platzierungen.
Das Niveau ist hoch, denn in Osteuropa hat die Sportart eine deutlich längere Tradition. Bei der Europameisterschaft im Feuerwehrsport 2025 lagen Tschechien und die Ukraine in allen Mannschaftsdisziplinen vor dem deutschen Frauenteam.
Südbrandenburg prägt die Frauen-Nationalmannschaft
Für die Region ist der Wettkampf deshalb interessant, weil die deutsche Frauen-Nationalmannschaft in den vergangenen Jahren mehrheitlich aus Südbrandenburg kam. Bei der Europameisterschaft im Feuerwehrsport 2025 im bulgarischen Dolna Banya holte sie Platz drei in der Gesamtwertung und stellte dabei vier deutsche Rekorde auf.
Herausragend war damals Lisette Jüngling aus dem Landkreis Elbe-Elster, die als erste deutsche Feuerwehrsportlerin gleichzeitig Rekorde in fünf Disziplinen hielt. Zum Kader gehörten außerdem Sportlerinnen aus Cottbus und Dahme-Spreewald ->> wir berichteten
Deutschland-Cup machte im August Station in Cottbus
Dass Cottbus als Ort der Verabschiedung gewählt wurde, passt zur Rolle der Stadt in dieser Sportart. Erst am 1. August richteten der Stadtfeuerwehrverband Cottbus und der Kreisfeuerwehrverband Spree-Neiße gemeinsam mit der Stadt den dritten Deutschland-Cup aus, bei dem rund 130 Sportlerinnen und Sportler antraten.
Das Team Lausitz belegte dort sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern den zweiten Gesamtrang, beide Siege gingen ebenfalls nach Brandenburg ->> Mehr dazu bei NLaktuell
Eine Woche später legten die Lausitzer beim vierten Lauf der Serie im sächsischen Taura nach. Dort gewannen beide Mannschaften den Löschangriff nass, dazu kamen drei Einzelsiege ->> Mehr dazu bei NLaktuell
Fotos: Stadtfeuerwehrverband Cottbus e.V.
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