Am Staatstheater Cottbus feiert am Samstag die Komödie „Der Frieden“ von Peter Hacks Premiere. Das Stück basiert auf einer antiken Komödie von Aristophanes und beschäftigt sich mit Fragen rund um Krieg, Frieden und die Verantwortung des Einzelnen. Im Mittelpunkt steht der rebellische Weinbauer Trygaios, der sich mit dem herrschenden Krieg nicht abfinden will und deshalb auf dem Rücken eines Mistkäfers zu den Göttern reist, um die verschwundene Friedensgöttin zu befreien. Wie das Staatstheater mitteilte, führt Christina Friedrich Regie und verbindet die antike Geschichte mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen. Musikalisch begleitet der Cottbuser Musikspatzen e.V. die Inszenierung, die am Samstag um 19.30 Uhr im Großen Haus Premiere feiert.
„Der Frieden“ bringt antike Komödie nach Cottbus
Mit „Der Frieden“ bringt das Staatstheater Cottbus eine philosophische Komödie von Peter Hacks auf die Bühne, die auf einem Werk des antiken Dichters Aristophanes basiert. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Krieg und Frieden, persönlicher Verantwortung und den Möglichkeiten, gesellschaftliche Zustände zu verändern. Dabei verbindet das Stück nach Angaben des Theaters humorvolle Szenen mit einer ernsten Ausgangslage.
Die Handlung spielt in einer Welt, in der Krieg herrscht und die Götter die Erde längst verlassen haben. Die Friedensgöttin ist verschwunden, während Krieg und Waffenhändler das Geschehen bestimmen. Doch der Weinbauer Trygaios will diese Verhältnisse nicht länger hinnehmen. Deshalb fasst er einen ungewöhnlichen Entschluss: Auf dem Rücken eines Mistkäfers fliegt er zu Zeus, um die Friedensgöttin zu befreien und den Frieden zurückzuholen.
Aus diesem Vorhaben entwickelt sich eine Geschichte, die fantastische Elemente mit politischen und gesellschaftlichen Fragen verbindet. Dabei geht es nicht nur um den Wunsch nach Frieden, sondern auch darum, welche Verantwortung der Einzelne übernehmen kann und ob sich scheinbar unveränderliche Verhältnisse tatsächlich überwinden lassen.
Regisseurin verbindet Antike mit der Gegenwart
Die Inszenierung übernimmt Regisseurin Christina Friedrich. Sie stellt insbesondere die Verbindung zwischen der antiken Vorlage und heutigen gesellschaftlichen Fragen heraus. „Die Antike reicht in die Gegenwart“, erklärt Friedrich laut Pressemitteilung des Staatstheaters. Im Mittelpunkt ihrer Betrachtung steht Trygaios, der sich mit den bestehenden Verhältnissen nicht abfinden will. Statt den Krieg als unvermeidlich hinzunehmen, versucht er selbst etwas zu verändern. Damit greift die Inszenierung die Frage auf, welche Möglichkeiten einzelne Menschen haben, Einfluss auf ihre Umwelt zu nehmen.
Peter Hacks verarbeitet diese Themen in einer Komödie, die ernste Überlegungen mit scharfem Witz verbindet. Auch abstrakte Gedanken und Begriffe geraten dabei in komische Situationen. Der Frieden erscheint in der Geschichte nicht als unerreichbare Vorstellung, sondern als etwas, das durch eigenes Handeln zurückgewonnen werden kann. Die Inszenierung beschäftigt sich außerdem mit der Frage, wie Hoffnung auch dann bestehen bleiben kann, wenn Krieg das Leben bestimmt. Dabei bildet der Gegensatz zwischen einer düsteren Ausgangslage und dem ungewöhnlichen Vorhaben des Weinbauern einen wesentlichen Bestandteil der Handlung.
Cottbuser Musikspatzen begleiten die Inszenierung
Eine musikalische Rolle übernimmt bei der Aufführung der Cottbuser Musikspatzen e.V. Der Verein begleitet die Reise des Weinbauern Trygaios und ist damit Teil der Inszenierung im Großen Haus. Die Premiere findet am Samstag, 17. Oktober 2026, um 19.30 Uhr statt. Spielort ist das Große Haus des Staatstheaters Cottbus am Schillerplatz 1. Auch nach der Premiere bleibt „Der Frieden“ auf dem Spielplan. Bis März 2027 hat das Theater weitere Aufführungen angekündigt.
Weitere Termine und Karten für „Der Frieden“
Nach der Premiere sind folgende Vorstellungen im Großen Haus angekündigt:
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- Donnerstag, 19. November 2026, 19.30 Uhr
- Freitag, 11. Dezember 2026, 19.30 Uhr
- Donnerstag, 17. Dezember 2026, 19.30 Uhr
- Sonntag, 17. Januar 2027, 16.00 Uhr
- Samstag, 13. Februar 2027, 19.30 Uhr
- Sonntag, 7. März 2027, 19.00 Uhr
Eintrittskarten sind beim Besucherservice des Staatstheaters im Großen Haus am Schillerplatz 1 erhältlich. Telefonisch ist dieser unter 0355 7824 242 erreichbar. Außerdem können Karten online über die Website des Theaters erworben werden. Weitere Informationen zur Inszenierung und zur Besetzung stehen auf der Stückseite des Staatstheaters Cottbus zur Verfügung.
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Red. / Presseinformation
Bild: Frol Podlesnyi














