Erfolgreicher Auftakt bei der Bahnrad-WM in Shanghai: Das deutsche Teamsprint-Trio mit Lea Sophie Friedrich, Clara Schneider und Pauline Grabosch hat die Bronzemedaille gewonnen. Für die Finsterwalderin Clara Schneider ist es die erste WM-Medaille in der Elite – und für das Trio die erste Teamsprint-Medaille seit 2023. Schon in der Qualifikation fuhren Schneider, Friedrich und Grabosch die drittschnellste Zeit und bestätigten das im Halbfinale, in dem sie sich gegen die Niederlande durchsetzten. Im kleinen Finale um Bronze ging es gegen die neutralen Athletinnen aus Russland – und das deutsche Trio lag zunächst zurück. Doch Schlussfahrerin Pauline Grabosch distanzierte die Gegnerinnen mit einer starken letzten Runde und sicherte die Medaille. Das große Finale entschied Gastgeber China gegen Großbritannien für sich.
„Fühlt sich wie Gold an”
Nominiert für die Startposition wurde Clara Schneider, weil die zurückgetretene … pardon: weil die pausierende Emma Hinze vor sechs Monaten ihr erstes Kind bekommen hat. Die 22-jährige Finsterwalderin nutzte die Chance – auch wenn sie den Druck vor allem bei sich selbst sah: „Eigentlich fühlt sich die Bronzemedaille wie eine Goldmedaille an. Wir sind ohne große Erwartungen reingegangen, weil wir nicht wussten, wie wir uns momentan weltweit einordnen können. Deswegen können wir super stolz sein.” Am Ende sei es eine Teamleistung gewesen: „Lea und Pauline standen total hinter mir.” Bundestrainer Jan van Eijden lobte vor allem die inzwischen nach Schwerin gewechselte Friedrich für die Übergabe und Grabosch als Schlussfahrerin: „Pauline war wieder saustark – sie hat im Finale sogar die schnellste Zeit auf ihrer Position gefahren.”
Enttäuschung bei Schröter, Frauen-Vierer auf Medaillenkurs
Weniger gut lief es im Teamsprint der Männer mit dem Cottbuser Nik Schröter: Gemeinsam mit Luca Spiegel und Henric Hackmann verpasste das Trio als Neunter den Einzug in die Runde der besten acht – und das um nur 13 Hundertstelsekunden. Aus deutscher Sicht gibt es aber weiteren Grund zur Hoffnung: Der Frauen-Vierer um Franziska Brauße, Messane Bräutigam, Lisa Klein und Mieke Kröger fuhr in der Qualifikation auf Rang zwei und ist in der Mannschaftsverfolgung ebenfalls auf Medaillenkurs.
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