Für die Beschäftigten im Einzelhandel in Brandenburg und Berlin gibt es einen neuen Tarifabschluss. Der Handelsverband Berlin-Brandenburg und die Gewerkschaft ver.di einigten sich am 2. November in der dritten Verhandlungsrunde. In Brandenburg steigen die Löhne in zwei Stufen um drei und zwei Prozent.
Was der Abschluss für Beschäftigte in Brandenburg bedeutet
Im Tarifgebiet Brandenburg steigen die Löhne und Gehälter rückwirkend zum 1. Oktober 2026 um 3,0 Prozent und zum 1. Juli 2027 um weitere 2,0 Prozent. Der Vertrag läuft 25 Monate bis zum 31. Juli 2028. Die tarifliche Entgeltuntergrenze steigt ab Oktober 2026 auf 14,20 Euro, ab Januar 2027 auf 14,60 Euro und ab Juli 2027 auf 14,90 Euro je Stunde.
In Berlin gelten die Stufen jeweils einen Monat früher, also ab 1. September 2026 und ab 1. Juni 2027, die Laufzeit endet am 30. Juni 2028. Die Ausbildungsvergütungen betragen in beiden Tarifgebieten ab September 2026 im ersten Ausbildungsjahr 1.100 Euro, im zweiten 1.210 Euro und im dritten 1.340 Euro. Ab September 2027 steigen sie auf 1.120, 1.230 und 1.380 Euro. Nach Angaben von ver.di gilt der Abschluss für rund 220.000 Beschäftigte im Einzelhandel in Berlin und Brandenburg.
Handelsverband spricht von erheblichen Belastungen
„Mit den Abschlüssen für Berlin und Brandenburg schaffen wir für die Unternehmen in beiden Tarifgebieten verlässliche Rahmenbedingungen. Die Belastungen sind erheblich, zugleich erhalten unsere Unternehmen die notwendige Planungssicherheit für die kommenden zwei Jahre“, erklärt Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg.
ver.di kritisiert den späteren Tarifrhythmus im Osten
„Besonders wichtig war uns, dass auch die Kolleg*innen in den untersten Entgeltgruppen echte Tariferhöhungen bekommen und nicht lediglich durch die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns mehr Geld haben“, erklärt Conny Weißbach, ver.di-Verhandlungsführerin für den Einzelhandel in Berlin-Brandenburg. „Ohne Streiks wäre dies nicht möglich gewesen.“
VollzeitBewerbung bis 31.12.Projektingenieur Bautechnik (m/w/d)LEAG Clean Power GmbH · CottbusZur Stelle →Alle 398 Stellen in Südbrandenburg →Kritisch sieht die Gewerkschaft, dass der zeitliche Rückstand bleibt. In Hessen und Baden-Württemberg gelten dieselben Erhöhungsschritte bereits ab Juli 2026 und ab April 2027, in Berlin und Brandenburg kommen sie bis zu drei Monate später. „Der spätere Tarifrhythmus in Berlin und insbesondere in Brandenburg bleibt ein Problem. Damit ist der Abschluss ein Kompromiss für den wir Abstriche machen mussten“, so Weißbach. Mit der Einigung ist die Tarifrunde im Einzelhandel bundesweit abgeschlossen, Berlin und Brandenburg waren die letzten offenen Tarifgebiete. Im Großhandel hatten sich die Tarifparteien bereits im September geeinigt (wir berichteten). Weitere Informationen gibt es bei ver.di Berlin-Brandenburg und beim Handelsverband Berlin-Brandenburg.
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Red. / Presseinformation














