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Nachbarn Freitag, 25 Juni 2021 von Redaktion / Presseinfo

Flauschiger Nachwuchs im Zoo Hoyerswerda

Flauschiger Nachwuchs im Zoo Hoyerswerda

Der Zoo Hoyerswerda freut sich über flauschigen Nachwuchs. Vier gefiederte Steinkäuze haben das Licht der Welt erblickt. Die Flauschebälle sind in den vergangenen Jahren immer seltener geworden, insbesondere weil es den Vögeln an Lebensraum und Nahrung mangelt. Wie der Zoo mitteilte, sollen die Käuze vermutlich zum Herbst sogar nach Brandenburg ziehen, um dort an einem Wiederansiedlungsprojekt für Steinkäuze teilzunehmen. 

Der Zoo Hoyerswerda teilte dazu mit: 

Starrer Blick aus großen Augen und eine Menge flauschiger Federn erwarten die Besucher derzeit im Zoo Hoyerswerdas. Gleich vier junge Steinkäuze sind vor kurzem geschlüpft. Innerhalb von wenigen Tagen wuchs die Steinkauz-Familie auf sechs Mitglieder an.

Nun haben die Eltern eine Menge zu tun. Vier Mäuler wollen ausreichend versorgt sein und dann muss auch noch die Bruthöhle sauber gehalten werden. Unterstützungen bekommen sie da natürlich von den Tierpflegern. Damit ist die Versorgung mit ausreichend Futter schon einmal gesichert und auch die Reinigung um ein Vielfaches leichter. Wenn die kleinen flügge werden, werden sie wie ihre Geschwister im vergangenen Jahr, ausgewildert. Vermutlich im Herbst heißt es dann: Umzug nach Brandenburg. Im dortigen Naturpark Nuthe-Nieplitz nehmen sie an einem Wiederansiedlungsprojekt für Steinkäuze teil.

Die Zahl der Steinkäuze ist in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen, weil es den Vögeln an Lebensraum und Nahrung mangelt. Streuobstwiesen und alte, für die Brut geeignete Bäume wie Kopfweiden gibt es immer weniger und die so wichtigen alten Gebäude werden oft saniert. Außerdem sterben viele Käuze durch den Straßenverkehr. ‚Technische Fallen‘ wie Wasserbehälter mit steile Wänden, hohe hohle Objekte, Netze oder Fenster, die die Landschaft spiegeln, verursachen 25% der Todesfälle. Steinkäuze gehören zur Familie der Eigentlichen Eulen und sind mit einer Körperlänge von rund 22 Zentimetern relativ klein. Sie siedeln sich am liebsten in kaum bewachsenen und offenen Gebieten an und machen Jagd auf Vögel, Nager und größere Insekten.

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Red. / Presseinfo 

Bild: Stefanie Jürß 

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