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Brandenburg Dienstag, 17 März 2020 von Redaktion/ Presseinfo

In den Gewächshäusern Brandenburgs wartet der Frühling

In den Gewächshäusern Brandenburgs wartet der Frühling

Die Primelproduktion ist in Deutschland in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Deshalb wollte die Gärtnerei Winde am 13. März ein Zeichen gegen diesen Negativtrend setzen und hat rund 5000 Primeln selbst produziert. 20 Primelsorten mit 15 Farben stehen nun zum Verkauf. „Primeln sind perfekte Frühlingsboten, denn sie blühen bereits ab Februar und machen Lust auf die Blumenzeit und die bevorstehende Gartensaison“, sagte Rüdiger Winde vom gleichnamigen Gartenbaubetrieb in Schönborn.

Weiter teilte der Landkreis Elbe-Elster dazu mit:

Die farbenfrohen Gewächse sind leicht zu pflegen, vielseitig einsetzbar, z.B. als Bodendecker, als Ergänzung im Steingarten oder im Balkonkasten. „Unsere Geheimtipps sind die Duo-Wald-Primel „Sylvita“ (Hohe Schlüsselblume), die Zuckerguss- oder die Sternprimel. Die kontrastreichen Farbkombinationen strahlen als perfekter Willkommensgruß im Zimmer oder im Beet. Da Primeln lang blühende winterharte Pflanzen sind, kann man sich sehr lange an ihnen erfreuen“, so Rüdiger Winde weiter.

Die frühlingshafte Primelschau bot nicht nur interessierten Besuchern eine außergewöhnliche Primelvielfalt und -qualität, sondern außerdem eine Fülle von Ideen und Pflanzbeispielen für das neue Gartenjahr. Passend zum Beginn der Pflanzzeit bieten die Gärtner aus der Region einen besonderen Informationsservice rund um die Bepflanzung von Balkon, Terrasse und Garten sowie zu einer bienenfreundlichen Pflanzenwahl. Das Interesse der Verbraucher an den Themen „Garten“ und „Pflanzen“ ist ungebrochen hoch. Demgegenüber mangelt es an der umweltpädagogischen Bildung von Vorschulkindern und Erstklässlern sowie im Nachwuchsbereich für die grünen Berufe. Hier engagiert sich der Gartenbaubetrieb Winde seit vielen Jahren vorbildlich, u.a. durch gemeinsame Pflanzaktionen in Kindergärten und Schulen. So wurde zur Primelschau am 13.März auch die frühkindliche, umweltpädagogische Bildungsinitiative „Schubkarrenprojekt“ vorgestellt. Schon bei der Grünen Woche durften Grundschüler aus Rückersdorf und Tröbitz ein besonderes Projekt für 2020 vorstellen. Gärtner Winde aus Schönborn bepflanzte mit den Schülern auf der Bühne eine Schubkarre. Im aktuellen „Schubkarrenprojekt“ an vier Grundschulen der Region werden die von Kindern im Kunstunterricht gestalteten Schubkarren zu Pflanzgefäßen umgestaltet und später im öffentlichen Raum, beispielsweise im Tierpark Finsterwalde, ausgestellt. Für sein Engagement im Bereich der Nachwuchsgewinnung und frühkindlichen Umweltbildung wurde der Betrieb bereits 2018 mit dem Preis „Gärtnerei des Jahres“ in Brandenburg ausgezeichnet. 2020 allein schon hat er 62 Schubkarren mit Schülern bepflanzt, angefangen mit der Evangelischen Grundschule Tröbitz. Jetzt sind es sechs Grundschulen mit Schülern der 1. bis 4. Klasse, 2 Kitas und 1 Hort. „Wir wollen den Schülern nicht nur schöne Blumen zeigen und Artenvielfalt erklären, wir wollen vor allem Wissen vermitteln, das man gerade in einer traditionsreichen Gärtnerei besitzt“, sagt Winde. „Die Arbeit mit Blumen, Pflanzen und Kräutern kann sehr viel Spaß machen, da müssen wir schon bei den Kleinsten den Grundstein dafür legen. Viel Grundwissen an natürlichen Zusammenhängen ist verloren gegangen.“ Moderne riesige Gewächshäuser züchten nur Pflanzen, die sich wirtschaftlich rechnen. Doch die Artenvielfalt ist viel größer. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski hatte Gärtner Rüdiger Winde bereits in Berlin kennen gelernt und gesehen, was im Gärtnerhandwerk steckt. Auch für ihn ist umweltpädagogische Bildung ein Stück verloren gegangen. „Die frühkindliche Bildung in diesem Bereich ist sehr wichtig. Allein schon mit dem „Schubkarrenprojekt“ wird Umweltbildung und Freude für die kommende Generation vermittelt. Besonders die kleineren Gärtnereien bieten nicht nur qualitätsvolle Pflanzen aus eigenen Züchtungen an, sie vermitteln auch Fachwissen und geben Ratschläge an jeden Gartenfreund, egal welchen Alters.“ Er warb dafür, Blumen und Gemüsepflanzen lieber in traditionsrechen Gärtnereien zu kaufen, da, wo die Kompetenz ist.

Red./Presseinfo

Foto: Wenn die Zeit es zulässt und die Finanzierung gesichert ist, wird es ähnliche Aktionen wie das „Schubkarrenprojekt“ auch in Zukunft geben.| ©Landkreis Elbe-Elster

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