Ein Unentschieden der unspektakulären Sorte: Der FC Energie Cottbus hat sich am Freitagabend bei Eintracht Braunschweig mit einem 0:0 getrennt. In einer über weite Strecken ereignisarmen Zweitliga-Partie blieben klare Torchancen auf beiden Seiten Mangelware. Die beste Möglichkeit hatte Christian Kinsombi, der im ersten Durchgang mit einem Distanzschuss den Pfosten traf. Nach der Pause änderte sich am Spielverlauf wenig, sodass beide Mannschaften am Ende jeweils einen Punkt mitnahmen.
Anreiseprobleme für Energie-Fans und Wechsel in der Startelf
Bereits vor dem Anpfiff gab es für einen Teil der mitgereisten Cottbuser Fans erhebliche Schwierigkeiten. Nach einem tragischen Kleinflugzeugabsturz auf der A2 bei Magdeburg war die Autobahn am Nachmittag gesperrt worden. Zahlreiche Verkehrsteilnehmer standen im Stau, darunter auch Energie-Anhänger auf dem Weg nach Braunschweig. Einige erreichten das Stadion deshalb erst verspätet. Die Partie wurde dennoch pünktlich um 18:30 Uhr angepfiffen.
Trainer Claus-Dieter Wollitz nahm im Vergleich zur 1:2-Heimniederlage gegen den VfL Bochum eine Veränderung in seiner Startformation vor. Christian Kinsombi rückte in die Anfangsformation, während Tolcay Cigerci zunächst auf der Bank Platz nahm. Die Kapitänsbinde übernahm Leonardo Bittencourt.
Kinsombi trifft den Pfosten
Die Gastgeber erwischten den besseren Start und suchten früh den Weg nach vorne. Energie tat sich dagegen zunächst schwer, selbst gefährlich zu werden. Im Aufbauspiel gab es Abstimmungsprobleme und einige zu einfache Ballverluste. Die Braunschweiger konnten daraus allerdings kein Kapital schlagen.
In der 14. Minute meldete sich der FCE erstmals offensiv zu Wort und hatte dabei gleich die beste Chance der gesamten ersten Halbzeit. Kinsombi zog aus der Distanz ab und traf mit einem sehenswerten Abschluss den Pfosten. Braunschweigs Torhüter Ron-Thorben Hoffmann wäre bei diesem Versuch wohl machtlos gewesen.
Anschließend fanden die Cottbuser besser in die Begegnung. Die Mannschaft agierte griffiger in den Zweikämpfen, bekam mehr Zugriff auf das Mittelfeld und gestaltete die Partie zunehmend ausgeglichen. In der 19. Minute sah Bittencourt nach einer Auseinandersetzung mit einem Braunschweiger Gegenspieler allerdings früh die Gelbe Karte.
Offensiv blieb es auf beiden Seiten weitgehend ruhig. In der 35. Minute sorgte eine Unsicherheit von Marcel Lotka noch einmal für einen kurzen Schreckmoment. Der Cottbuser Keeper verschätzte sich bei einem hohen Ball und ließ diesen nach hinten abprallen. Den anschließenden Eckstoß konnten die Gastgeber jedoch nicht nutzen.
Kurz vor dem Pausenpfiff brachte Henry Rorig einen Freistoß hoch in den Strafraum, Hoffmann fing die Hereingabe aber sicher ab. Somit ging es nach einer insgesamt chancenarmen ersten Hälfte mit einem 0:0 in die Kabinen.
VollzeitAssistenzarzt (m/w/d) in Weiterbildung zum Facharzt für Innere MedizinMedizinische Universität Lausitz – Carl Thiem · CottbusZur Stelle →Alle 398 Stellen in Südbrandenburg →Auch nach der Pause kaum Torchancen
Braunschweig kam erneut mit etwas mehr Druck aus der Kabine, fand gegen die Cottbuser Defensive allerdings weiterhin kaum Lösungen. Energie hatte phasenweise mehr Ballbesitz, konnte daraus aber ebenfalls keine entscheidenden Offensivaktionen entwickeln.
Die Begegnung spielte sich über weite Strecken im Mittelfeld ab. Beide Mannschaften neutralisierten sich zunehmend, gefährliche Abschlüsse blieben eine Seltenheit. Aus dem laufenden Spiel heraus gelang es weder den Gastgebern noch den Cottbusern, regelmäßig in aussichtsreiche Positionen zu kommen.
In der 72. Minute bekamen die Braunschweiger einen Freistoß zugesprochen, doch die hohe Hereingabe landete sicher in den Händen von Lotka.
Drei Minuten später versuchte es Kinsombi auf der Gegenseite aus sehr spitzem Winkel, setzte seinen Abschluss allerdings deutlich über das Tor.
In der 78. Minute nahm Wollitz seinen ersten Wechsel vor. Für Kinsombi, der mit seinem Pfostenschuss die gefährlichste Cottbuser Aktion des Abends gehabt hatte, kam Jannis Boziaris in die Partie.
Torloses Remis nach chancenarmer Partie
In der 83. Minute kamen die Gastgeber noch einmal gefährlicher nach vorne. Lotka war jedoch zur Stelle und lenkte den Ball zur Ecke. Auch aus dieser Standardsituation entwickelte sich keine weitere Gefahr.
So blieb es beim torlosen Unentschieden. Energie hatte sich nach einer schwierigen Anfangsphase stabilisiert, fand offensiv aber nur selten Lösungen gegen die Braunschweiger Defensive. Auch die Gastgeber konnten aus ihren längeren Druckphasen kaum nennenswerte Torchancen entwickeln.
Für Energie Cottbus geht es nach der Länderspielpause mit dem Heimspiel-Kracher gegen Hertha BSC weiter.
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