Nach dem gelungenen Saisonauftakt gegen Hannover 96 hat der FC Energie Cottbus im ersten Auswärtsspiel der neuen Zweitliga-Saison einen Dämpfer kassiert. Bei Arminia Bielefeld unterlagen die Lausitzer mit 0:3 und blieben offensiv über weite Strecken zu harmlos. Joel Grodowski brachte die Gastgeber mit einem Doppelpack vor der Pause auf Kurs und machte per Elfmeter seinen Dreierpack perfekt. Energie steigerte sich nach dem Seitenwechsel zwar etwas, konnte die Partie aber nicht mehr entscheidend verändern.
Wollitz muss Startelf umbauen
Nach dem erfolgreichen Zweitliga-Auftakt gegen Hannover 96 stand für den FC Energie Cottbus das erste Auswärtsspiel der Saison an. Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz musste seine Startelf dabei unter anderem wegen der schweren Verletzung von Stürmer Erik Engelhardt deutlich umbauen. Fousseny Doumbia, Dominik Pelivan, Christian Kinsombi und Julian Guttau rückten für Jannis Zaydan, Jannis Boziaris, King Manu und Engelhardt in die Anfangsformation. Boziaris und Manu hatten bereits während der Trainingswoche mit Verletzungsproblemen zu kämpfen.
Bielefeld übernimmt früh die Kontrolle
Die Gastgeber übernahmen in der SchücoArena von Beginn an die Initiative. Bereits in den ersten fünf Minuten erarbeitete sich die Arminia zwei Eckbälle, konnte daraus zunächst aber noch kein Kapital schlagen. Energie hatte dagegen Schwierigkeiten, den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten und kam deshalb kaum zu eigenen Offensivaktionen.
Nach 20 Minuten zappelte der Ball erstmals im Cottbuser Netz. Joel Grodowski hatte getroffen, stand bei der Aktion allerdings deutlich im Abseits. Die Fahne ging zurecht hoch und es blieb beim 0:0. Am Spielgeschehen änderte das wenig: Bielefeld hatte weiterhin deutlich mehr von der Partie.
Grodowski bringt die Arminia verdient in Führung
In der 26. Minute zählte Grodowskis Treffer dann. Henri Koudossou eroberte auf dem rechten Bielefelder Flügel stark den Ball und brachte ihn anschließend präzise und flach in den Strafraum. Grodowski fand mit einem cleveren Laufweg die entscheidende Lücke und schob zur verdienten 1:0-Führung für die Gastgeber ein.
Energie versuchte anschließend, sich über Standards in die Partie zu arbeiten. In der 31. Minute gab es gleich zwei Eckbälle hintereinander. Tolcay Cigerci suchte beim ersten Versuch Henry Rorig, dessen Abschluss jedoch abgeblockt wurde. Auch die anschließend kurz ausgeführte Ecke brachte keine wirkliche Gefahr.
Bielefeld nutzt Patzer eiskalt
In der 37. Minute folgte der nächste Rückschlag für die Lausitzer. Dominik Pelivan verlor den Ball als letzter Mann an Grodowski, der anschließend frei auf Marcel Lotka zulief und den Cottbuser Schlussmann zum 2:0 überlupfte. Mit seinem zweiten Treffer innerhalb von elf Minuten sorgte der 28-Jährige für den Bielefelder Doppelschlag.
Auch bis zum Pausenpfiff fand Energie offensiv kaum Mittel gegen die gut organisierte Arminia. Selbst die eigenen Standardsituationen blieben zu ungefährlich. Entsprechend ging es mit einer verdienten 2:0-Führung für Arminia Bielefeld in die Halbzeitpause.

Energie kommt mit zwei Wechseln aus der Pause
Wollitz reagierte auf die offensiv harmlose erste Hälfte mit einem Doppelwechsel. Justin Butler und Moritz Hannemann kamen für Christian Kinsombi und Julian Guttau. Bielefeld ging dagegen personell unverändert in den zweiten Durchgang.
Energie zeigte sich nun zunächst etwas druckvoller und schaffte es phasenweise, die Gastgeber in deren Hälfte festzusetzen. Wirklich gefährliche Abschlüsse entstanden daraus allerdings nicht. Auf der anderen Seite hätte Bielefeld in der 54. Minute bereits erhöhen können. Wieder kam die Arminia über die rechte Seite, die scharfe flache Hereingabe konnte Marius Wörl zentral vor dem Tor jedoch nicht verwerten. Wenig später nahm Wollitz den nächsten Wechsel vor. Kapitän Axel Borgmann kam für Fousseny Doumbia in die Partie.
Auch die Cottbuser Standards bleiben zu ungefährlich
Auch anschließend versuchte Energie, vor allem über Standards zu Chancen zu kommen. In der 67. Minute landete eine hohe Ecke von Cigerci allerdings ohne Gefahr im Bielefelder Strafraum. Zwei Minuten später gab es den nächsten Eckball, diesmal von der anderen Seite. Leonardo Bittencourt brachte den Ball hinein, Justin Butler kam mit dem Kopf heran, setzte seinen Versuch aber deutlich über das Tor.
In der 72. Minute hatte Energie großes Glück, dass die Partie nicht bereits endgültig entschieden war. Pelivan verlor als letzter Mann erneut den Ball, diesmal an Boakye. Der Bielefelder lief frei auf Lotka zu, setzte den Ball im Eins-gegen-eins allerdings knapp links am Tor vorbei.
Grodowski macht seinen Dreierpack perfekt
Vier Minuten später fiel das 3:0 dann doch. Tolcay Cigerci ging im eigenen Strafraum zu ungestüm in einen Zweikampf und verursachte einen Elfmeter. Grodowski übernahm die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß zum 3:0. Damit machte der Bielefelder Angreifer seinen persönlichen Dreierpack perfekt und sorgte zugleich für die Entscheidung. Energie fand auch in der verbleibenden Spielzeit keinen Weg mehr zurück in die Partie.
Nach dem erfolgreichen 3:1 zum Saisonauftakt gegen Hannover 96 musste der FC Energie damit im ersten Auswärtsspiel der neuen Zweitliga-Saison die erste Niederlage hinnehmen. Vor allem im ersten Durchgang war Bielefeld die klar spielbestimmende Mannschaft, während Cottbus offensiv zu wenig Gefahr entwickelte. Auch die leichte Steigerung nach der Pause reichte nicht mehr, um die Partie noch einmal offen zu gestalten.
Auf den FC Energie Cottbus wartet nun die schwere Aufgabe im DFB Pokal. Am Samstag (22. August) ist Bundesligist Augsburg zu Gast im LEAG Energie Stadion. In der 2. Bundesliga geht es dann 29. August mit einem Heimspiel gegen Greuther Fürth weiter.

Die Saison 2026/2027 des FCE – Spielberichte im Überblick
1. Spieltag: FC Energie Cottbus 3:1 Hannover 96 ->> Spielbericht & Bilder
2. Spieltag: Arminia Bielefeld 3:0 FC Energie Cottbus
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Red. / [lb]




