Auch während der Länderspielpause kommt beim FC Energie Cottbus niemand zur Ruhe: Ein Teil der Mannschaft trainiert, drei Spieler sind für ihre Länder unterwegs – und am Samstag steht in Polen ein Test beim Meister Lech Poznań an. Im Kurztalk mit NL-Sportreporter Georg Zielonkowski zog Trainer Claus-Dieter Wollitz eine zufriedene Zwischenbilanz und sprach über abgestellte Nationalspieler, den anspruchsvollen Gegner und die Länderspielpause als Verschnaufpause.
Länderspielpause als Verschnaufpause
Besonders freut sich Wollitz über die Nationalspieler in den eigenen Reihen. „Erstmal freut uns das, dass wir Nationalspieler haben. Darauf sollten wir stolz sein“, sagte er. Namentlich hob er Lukas Michelbrink hervor, der für Litauens A-Nationalmannschaft ein sehenswertes Tor erzielt hatte, sowie Luca Erlein, der für Deutschlands U20 spielt, und Dmytro Bogdanov, der für die ukrainische U21 aufläuft. Dass dadurch tragende Kräfte zeitweise fehlen, sieht der Trainer gelassen: Für Spieler mit zuletzt weniger Einsatzzeit sei das Freundschaftsspiel am Samstag eine Chance auf Spielminuten, die übrigen bräuchten den Rhythmus ohnehin.
Wollitz betonte den Wert der spielfreien Zeit. Er hatte seinen Profis mehrere freie Tage am Stück gegeben – und sieht den Effekt: „Wichtig war für die Jungs, mal abzuschalten. Die Stimmung ist frischer.“ Wenn Spieler nach Hause dürften und Zeit mit Familie und Freunden verbrächten, gebe es „keinen Ersatz“ dafür. Anschließend sei in dieser Woche umso intensiver trainiert worden – mehr als in einer normalen Meisterschaftswoche. Nach der Pause gehe es nun wieder „in den gleichen Rhythmus wie vor jedem Meisterschaftsspiel“.

Test beim polnischen Meister
Mit dem Spiel bei Lech Poznań hat sich Energie einen hochkarätigen Gegner ausgesucht. Für Wollitz ist es nach eigener Erinnerung das erste Duell mit den Polen: „Ich glaube, für mich das erste Mal, dass wir gegen Lech Posen spielen.“ Organisiert habe die Partie der Teammanager. Dass der Test mit einer Reise verbunden ist, nimmt der Trainer in Kauf – gute Gegner auf diesem Niveau für Heimspiele zu gewinnen, werde zunehmend schwierig. Den polnischen Meister, der aktuell in der Europa League spielt, schätzt Wollitz stark ein: Ein solches Team habe „sicherlich die Möglichkeit, in der unteren Tabellenhälfte der Bundesliga zu spielen, vielleicht auch mehr“. Beim Test gehe es aber nicht ums Ergebnis, sondern um „gute 90 Minuten“, Rhythmus und die Arbeit an bestimmten Themen.
Mit Blick auf die eigene Saison – acht Punkte nach sechs Spieltagen – bleibt Wollitz bei seiner Linie: „Für den einen scheint das gut, für den anderen zu wenig.“ Entscheidend sei: „Wenn wir die Wahrscheinlichkeiten erhöhen wollen, haben wir uns zu verbessern – und wir können uns auch verbessern.“
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Für Energie geht es nach dem Lech-Test und dem Ende der Länderspielpause am 18. Oktober mit dem Auswärtsspiel beim SV Darmstadt 98 weiter.
Die Saison 2026/2027 des FCE – Spielberichte im Überblick
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