Der FC Energie Cottbus hat am 3. Spieltag der 2. Bundesliga eine durchaus bittere Heimniederlage kassiert. Gegen die SpVgg Greuther Fürth unterlag der FCE vor knapp über 13.100 Zuschauern mit 3:4. Dabei erwischten die Cottbuser einen starken Start und gingen früh durch Lucas Copado in Führung, kassierten aber unmittelbar vor der Pause noch den Ausgleich per Foulelfmeter. Nach dem Seitenwechsel drehte Fürth die Partie, Tolcay Ciğerci brachte Energie zwischenzeitlich noch einmal zurück, ehe die Gäste mit zwei weiteren Treffern beinahe für den Endstand sorgten. Auch der Treffer von Dmytro Bogdanov (90.+3) in der Nachspielzeit änderte an der Cottbuser Niederlage allerdings nichts mehr.
Energie startet stark
Der FC Energie Cottbus erwischte gegen die SpVgg Greuther Fürth einen starken Start und übernahm früh die Initiative. Trainer Claus-Dieter Wollitz verzichtete erneut auf Tolcay Ciğerci in der Startformation. Leonardo Bittencourt kehrte nach seiner Sperre im DFB-Pokal zurück. Fousseny Doumbia, der am Donnerstag das Training abbrechen musste, stand ebenfalls in der Startelf. Julian Guttau fehlte dagegen im Kader komplett.
Bereits in der 3. Minute setzte Energie das erste offensive Zeichen. Christian Kinsombi eroberte den Ball im Halbfeld, anschließend zog Jannis Boziaris aus größerer Distanz ab, setzte seinen Versuch allerdings deutlich über das Tor. Nur drei Minuten später belohnte sich Cottbus für den engagierten Beginn. Die Fürther Defensive war bei einem Freistoß aus dem Halbfeld nicht aufmerksam, Bittencourt kam im Strafraum fast frei an den hohen Ball und legte quer auf Lucas Copado. Der Angreifer vollendete zum frühen 1:0 und erzielte damit sein erstes Saisontor.
Energie blieb anschließend am Drücker. In der 11. Minute bot sich Moritz Hannemann nach einer guten Balleroberung die große Chance auf das 2:0, sein Abschluss strich jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei. Insgesamt gehörte die Anfangsviertelstunde klar den Gastgebern. Cottbus spielte sich immer wieder in der Fürther Hälfte fest, kam in Abschlusspositionen und agierte gleichzeitig defensiv aufmerksam.
Auch danach zwang der FCE die Gäste immer wieder zu Fehlern. In der 18. Minute schenkte Fürth leichtfertig einen Eckball her, die offensichtlich einstudierte Cottbuser Variante brachte allerdings keinen weiteren Treffer. Fünf Minuten später lag der Ball dann tatsächlich im Fürther Netz. King Manu drückte die Kugel nach einer Ecke über die Linie, der Treffer wurde jedoch wegen einer vorausgegangenen Abseitsposition nicht anerkannt.
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Nach knapp einer halben Stunde meldeten sich dann die Gäste gefährlich zurück. Fürth spielte schnell nach vorne und plötzlich tauchte Ole Pohlmann frei vor Marcel Lotka auf. Der Cottbuser Schlussmann machte sich breit und verhinderte mit einer starken Parade den Ausgleich. Anschließend entwickelte Fürth erstmals eine kleinere Druckphase, ohne daraus zunächst entscheidendes Kapital schlagen zu können. Auch eine Überzahlsituation in der 33. Minute spielten die Gäste nicht konsequent aus.
Als vieles bereits nach einer Cottbuser Pausenführung aussah, fiel doch noch der Ausgleich. In der ersten Minute der Nachspielzeit bekam Fürth einen Elfmeter zugesprochen. Kapitän Felix Klaus verwandelte sicher zum 1:1-Pausenstand.

Kalte Dusche direkt nach Wiederbeginn
Zur zweiten Halbzeit reagierte Wollitz doppelt. Tolcay Ciğerci und Henry Rorig kamen für Moritz Hannemann und Luca Erlein.
Doch direkt nach Wiederbeginn folgte die kalte Dusche für Energie. Axel Borgmann verlor den Ball in ungünstiger Position, Felix Klaus nahm die Kugel auf und zog nach innen. Sein Abschluss wurde noch von Fousseny Doumbia abgefälscht und landete im eigenen Tor. Bereits in der 46. Minute lag Cottbus damit mit 1:2 zurück.
Doumbia wurde in der 55. Minute ausgewechselt, für ihn kam Tim Campulka. Energie tat sich nun schwer, wieder in die eigene Vorwärtsbewegung zu finden. Fürth stand kompakt und lauerte vor allem auf schnelle Umschaltsituationen. Die Partie wurde zugleich zunehmend zweikampfintensiv. In der 67. Minute brachte Wollitz mit Justin Butler für Christian Kinsombi einen weiteren frischen Offensivspieler.
Ciğerci gleicht aus, Fürth schlägt sofort zurück
Drei Minuten später war Energie tatsächlich wieder da. Leonardo Bittencourt schlug eine starke Flanke in den Strafraum, Tolcay Ciğerci köpfte den Ball sehenswert zum 2:2 ins Tor.
Die Freude hielt allerdings nur kurz. Praktisch direkt vom folgenden Abstoß spielte sich Fürth ohne Ballverlust durch die Cottbuser Reihen. Am Ende kam Ole Pohlmann zum Abschluss und traf unhaltbar für Lotka zum 2:3. Energie musste damit erneut einem Rückstand hinterherlaufen. In der 80. Minute wurde die Aufgabe endgültig deutlich schwieriger. Omar Sillah setzte sich auf dem Weg nach vorne durch und legte quer auf Felix Klaus. Der Fürther Kapitän verwertete die Vorlage zum 2:4.
Fürth zeigte sich damit im zweiten Durchgang äußerst effektiv und bestrafte die Cottbuser Fehler konsequent. Auch der späte 3:4-Treffer von Dmytro Bogdanov (90.+3) in der Nachspielzeit änderte an der Cottbuser Niederlage schlussendlich nichts mehr. Der FC Energie hatte vor allem in der ersten Halbzeit viele gute Phasen und zeigte erneut, dass er spielerisch mithalten kann. Am Ende waren jedoch die eigenen Fehler und die Konsequenz der Fürther in den entscheidenden Situationen ausschlaggebend.
Weiter geht’s für den FC Energie Cottbus mit einem schweren Auswärtsspiel: Am Samstag (5. September) geht es zum VfL Wolfsburg in die Volkswagenarena.
Die Saison 2026/2027 des FCE – Spielberichte im Überblick
1. Spieltag: FC Energie Cottbus 3:1 Hannover 96 ->> Spielbericht & Bilder
2. Spieltag: Arminia Bielefeld 3:0 FC Energie Cottbus ->> Spielbericht & Bilder
1. Runde DFB-Pokal: FC Energie Cottbus 0:2 FC Augsburg ->> Spielbericht & Bilder
3. Spieltag: FC Energie Cottbus 3:4 SpVgg Greuther Fürth
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Red. / [lb]




