Der FC Energie Cottbus ist in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Gegen den Bundesligisten FC Augsburg zeigte der FCE vor 14.388 Zuschauern über weite Strecken eine deutlich bessere Leistung als zuletzt in Bielefeld, musste sich am Ende aber mit 0:2 geschlagen geben. Anton Kade brachte die Gäste kurz nach der Pause in Führung, Kristijan Jakić sorgte in der fünften Minute der Nachspielzeit für die endgültige Entscheidung. Trotz einer engagierten Vorstellung blieb Energie damit ohne Tor und verpasste den Einzug in die nächste Runde.
Manu kehrt zurück – Energie gewinnt an Stabilität
Nach der 0:3-Niederlage bei Arminia Bielefeld nahm Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz für die DFB-Pokal-Erstrundenpartie gegen den FC Augsburg einige Veränderungen vor. Tolcay Cigerci nahm zunächst auf der Bank Platz, dafür begannen Christian Kinsombi, Moritz Hannemann und Julian Guttau. Auch King Manu kehrte nach seiner Verletzungspause zurück und bildete gemeinsam mit Fousseny Doumbia die Innenverteidigung. Neuzugang Dmytro Bogdanov und Jannis Boziaris gehörten zunächst zum Ersatz. Bei den Gästen aus Augsburg gab es dagegen weniger Überraschungen. Unter anderem standen Kapitän Keven Schlotterbeck, Torjäger Michael Gregoritsch und Torhüter Finn Dahmen im Aufgebot. Der Bundesligist ging die Partie entsprechend mit einer schlagkräftigen Mannschaft an.
Nach den beiden Pyro-Choreografien der Fanlager zu Beginn hatte sich der Nebel gerade gelegt, da setzte Cottbus bereits ein erstes offensives Ausrufezeichen. In der 5. Minute setzte Julian Guttau Moritz Hannemann in Szene. Dessen Abschluss aus spitzem Winkel ging allerdings nur ans Außennetz.
Energie präsentierte sich in der Anfangsphase insgesamt sehr engagiert. Augsburg versuchte, spielerisch Lösungen zu finden, wurde von den Cottbusern aber früh unter Druck gesetzt. Das hohe Pressing der Gastgeber zwang den Bundesligisten immer wieder zu schnellen Entscheidungen und eröffnete gleichzeitig Möglichkeiten für Konter.
Nach rund 20 Minuten hatte Cottbus das Spiel zunehmend an sich gerissen. Der mutige Auftritt gegen den höherklassigen Gegner zahlte sich aus, während Augsburg bemüht war, das Tempo herauszunehmen und wieder mehr Kontrolle über die Partie zu bekommen. Zwischendurch beruhigte sich das Spiel etwas, ehe Energie in der 30. Minute wieder gefährlich wurde. Dominik Pelivan fasste sich zentral aus der zweiten Reihe ein Herz und zog flach ab. Sein Versuch ging jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei.
Auch defensiv zeigte sich der FCE gegenüber dem Auftritt in Bielefeld deutlich verbessert. Vor allem das Innenverteidiger-Duo aus King Manu und Fousseny Doumbia machte einen starken Eindruck. Beide überzeugten in den Zweikämpfen, Manu sorgte zudem mit ruhigem und präzisem Passspiel für Stabilität im Cottbuser Spielaufbau.
Augsburg fand bis zum Pausenpfiff kaum Mittel gegen die gut organisierte Cottbuser Defensive. Energie verteidigte konzentriert und setzte immer wieder offensive Nadelstiche. Was dem FCE allerdings noch fehlte, war der letzte entscheidende Abschluss. So ging es nach einer überzeugenden ersten Halbzeit mit einem 0:0 in die Kabinen. Vor allem defensiv zeigte sich Cottbus gegenüber der 0:3-Niederlage in Bielefeld deutlich verbessert. Die Rückkehr von King Manu erwies sich dabei bereits im ersten Durchgang als wichtiger Faktor.

Augsburg schlägt direkt nach der Pause zu
Beide Mannschaften kamen zunächst unverändert aus der Kabine. Die gute Ausgangslage für Energie hielt allerdings nicht lange. In der 49. Minute nutzte Anton Kade den ersten Augsburger Torschuss des zweiten Durchgangs zur Führung. Sein flacher Abschluss war für Marcel Lotka trotz einer langen Abwehrbewegung nicht mehr zu erreichen. Der Ball schlug zum 0:1 aus Cottbuser Sicht ein.
Energie ließ sich davon jedoch nicht entmutigen. Bereits in der 53. Minute sorgte Christian Kinsombi für Gefahr. Sein Schuss wurde zur Ecke abgefälscht. Auch nach dem anschließenden Eckball kam Kinsombi erneut zum Abschluss, setzte den Ball aber knapp über das Tor. Cottbus entwickelte nun eine Druckphase und drängte auf den Ausgleich. Auch den nächsten Eckball konnte Augsburg jedoch verteidigen.
In der 56. Minute reagierte Wollitz mit einem Dreifachwechsel. Moritz Hannemann, Fousseny Doumbia und Christian Kinsombi gingen vom Feld, dafür kamen Tolcay Cigerci, Justin Butler und Henry Rorig in die Partie. Durch die offensivere Ausrichtung bekam Augsburg zunächst etwas mehr Raum und Ballbesitz. Der Bundesligist konnte daraus allerdings nur wenig machen. Energie blieb im Spiel und suchte weiter nach der Möglichkeit zum Ausgleich.
In der 70. Minute folgte der nächste Cottbuser Wechsel. Dmytro Bogdanov feierte sein Debüt im Energie-Trikot. Der Leih-Neuzugang ersetzte Dominik Pelivan, womit Wollitz erneut eine offensive Option brachte.
Latte rettet – Augsburg macht trotzdem den Deckel drauf
Augsburg hatte in der Schlussphase noch einmal die Möglichkeit, die Partie endgültig zu entscheiden. In der 81. Minute setzte sich Luca Erlein in einem Laufduell stark durch und verhinderte zunächst das mögliche 0:2. Kurz darauf hatte Energie erneut Glück: In einer weiteren Situation rettete die Latte für den FCE.
Spät in der Nachspielzeit machte Augsburg schließlich doch noch alles klar. In der 90.+5 Minute traf Kristijan Jakić zum 0:2 und setzte damit den Schlusspunkt unter die Partie. Energie Cottbus hatte bis dahin auf den Ausgleich gedrängt, konnte sich für den engagierten Auftritt gegen den Bundesligisten aber nicht belohnen.
Trotz des Ausscheidens zeigte der FCE vor 14.388 Zuschauern über weite Strecken eine deutliche Reaktion auf die schwache Leistung in Bielefeld. Vor allem die Defensive präsentierte sich gegen Augsburg gut organisiert.
Die Leistung dürfte demnach durchaus Mut für das kommende Ligaspiel gegen Greuther Fürth machen. Das steigt am Samstag (29. August) um 13:00 Uhr im LEAG Energie Stadion.
Die Saison 2026/2027 des FCE – Spielberichte im Überblick
1. Spieltag: FC Energie Cottbus 3:1 Hannover 96 ->> Spielbericht & Bilder
2. Spieltag: Arminia Bielefeld 3:0 FC Energie Cottbus ->> Spielbericht & Bilder
1. Runde DFB-Pokal: FC Energie Cottbus 0:2 FC Augsburg
DFB-Pokal am Sonntag: Krieschows Minichance gegen Mainz
Sonntag, 15:30 Uhr: Der VfB 1921 Krieschow empfängt in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals den Bundesligisten 1. FSV Mainz 05. Für den Oberligisten aus einem 600-Einwohner-Dorf ist es das größte Spiel seiner Geschichte – und ein Termin, den es so kein zweites Mal geben dürfte: Kein kleinerer Ort hat je ein DFB-Pokalspiel ausgerichtet. ->> Hier weiterlesen
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Red. / [lb]




