Der FC Energie Cottbus hat sich im Flutlicht-Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg ein 1:1 – und damit einen starken Punkt erkämpft. Vor über 18.000 Zuschauern zeigte der FCE gegen den Tabellenzweiten der 2. Bundesliga über weite Strecken eine überaus engagierte Leistung und ging in der 56. Minute durch Justin Butler in Führung. In einer zunehmend intensiven Partie drängten die Gäste in der Schlussphase auf den Ausgleich, den Styopa Mkrtchyan in der 80. Minute erzielte.
Guwara ersetzt Borgmann
Trainer Claus-Dieter Wollitz verzichtete auf größere Veränderungen in seiner Startformation. Der erst unter der Woche erneut verpflichtete Leon Guwara rückte für den verletzten Kapitän Axel Borgmann in die Mannschaft. Tolcay Cigerci übernahm die Kapitänsbinde. Bei den Gästen stand mit Can Moustfa auch ein ehemaliger Cottbuser im Kader, zunächst allerdings nur auf der Bank. Der Nürnberger Auswärtsblock war ausverkauft.
Die Gastgeber begannen mit viel Schwung. In der 8. Minute hatte King Manu die erste gute Möglichkeit. Nach einer Hereingabe kam der Verteidiger frei zum Abschluss, Nürnbergs Torhüter Jan Reichert verhinderte den Treffer jedoch auf der Linie. Nur eine Minute später hätte Energie erneut in Führung gehen können. Justin Butler lief sich bei einer Flanke vom rechten Flügel gut frei, traf unmittelbar vor dem Tor allerdings den Ball nicht richtig. In der 14. Minute versuchte es Cigerci mit einem weiteren Abschluss, der Reichert jedoch vor keine größeren Probleme stellte.
Nürnberg-Überflieger früh raus
Energie überzeugte zunächst vor allem mit einer kompakten Defensive, hoher Laufbereitschaft und gewohnt intensivem Pressing. Nürnberg kam kaum gefährlich nach vorne. Erst in der 25. Minute wurde es für Marcel Lotka im Cottbuser Tor brenzlig. Nach einem schnellen Angriff über rechts erreichte eine Hereingabe Mohamed Ali Zoma, der den Ball allerdings nicht kontrolliert abschließen konnte und deutlich über das Tor setzte. Für den Nürnberger Angreifer war die Partie wenig später beendet. Nachdem er bereits früh behandelt werden musste, wurde er in der 30. Minute verletzungsbedingt durch William Böving ersetzt.
In der 37. Minute hatte Nürnberg dann die bis dahin größte Chance der Begegnung. Tim Janisch bewegte sich gut in den Strafraum und setzte seinen flachen Abschluss an den linken Pfosten. Auch den anschließenden Nachschuss konnten die Gäste nicht verwerten. So ging es nach einer intensiven ersten Halbzeit torlos in die Kabinen. Energie hatte dem favorisierten Tabellenzweiten lange Zeit die Stirn geboten und vor allem zu Beginn gute Chancen auf die Führung gehabt. Nürnberg fand erst mit zunehmender Spieldauer besser in die Begegnung und hätte durch Tim Janisch ebenfalls in Führung gehen können.

Butler bringt Energie nach der Pause in Führung
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Cottbus gefährlich. Bereits in der 47. Minute bot sich Butler die nächste gute Chance. Während der Nürnberger Auswärtsblock durch mitgebrachte Pyrotechnik zeitweise in Rauch gehüllt war, setzte der Cottbuser Angreifer einen Kopfball nur knapp über die Latte.
In der 56. Minute belohnte sich der FCE schließlich für seinen engagierten Auftritt: Lukas Michelbrink spielte einen hervorragenden langen Ball auf Leonardo Bittencourt. Der nahm Tempo auf, lief so einige Meter auf Keeper Jan Reichert zu und legte anschließend mit viel Übersicht quer auf den mitgelaufenen Butler. Der Angreifer musste nur noch zum 1:0 einschieben.
Die Führung sorgte für noch mehr Stimmung im LEAG Energie Stadion, in dem die 18.056 Zuschauer eine intensive und umkämpfte Begegnung erlebten. Wollitz brachte anschließend mit Fousseny Doumbia und Dominik Pelivan frische Kräfte. Für sie verließen Bittencourt und Guwara das Feld.
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Mit zunehmender Spieldauer wurden die Gäste aktiver und drängten auf den Ausgleich. Die Partie wurde hektischer, viele Zweikämpfe bestimmten das Geschehen.
In der 70. Minute musste Lotka nach einem Nürnberger Eckball eingreifen und faustete den Ball aus der Gefahrenzone. Sieben Minuten später bewahrte der Cottbuser Schlussmann seine Mannschaft mit einer starken Parade vor dem Ausgleich. Piet Scobel stieg im Strafraum hoch und brachte einen gefährlichen Kopfball auf das Tor, doch Lotka reagierte glänzend.
In der 80. Minute gelang Nürnberg dann doch noch das 1:1. Die Gäste nutzten ihre stärkste Phase und kamen durch Styopa Mkrtchyan zum durchaus leistungsgerechten Ausgleich.
Wollitz reagierte mit weiteren Wechseln. Christian Kinsombi und Dmytro Bogdanov kamen für Henry Rorig und Justin Butler in die Partie. Zudem ersetzte Tim Campulka King Manu in der Innenverteidigung.
Damit blieb dem FC Energie trotz einer kämpferischen Vorstellung gegen den Tabellenzweiten der Heimsieg verwehrt. Die Cottbuser hatten vor allem in der ersten Halbzeit und zu Beginn des zweiten Durchgangs überzeugt, konnten die Führung gegen zunehmend druckvolle Nürnberger jedoch nicht behaupten.
Am Samstag, 24. Oktober, ist Energie erneut in der 2. Bundesliga gefordert. Um 13 Uhr treten die Lausitzer dann auswärts beim 1. FC Heidenheim an.
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