317 Waldbrände auf rund 250 Hektar: Das Innenministerium hat den Waldbrandbericht 2025 für Brandenburg vorgelegt. Auffällig ist weniger die Zahl der Brände als ihre Größe – die meisten blieben unter einem Hektar.
Viele kleine Feuer statt weniger großer
Der Bericht fasst die Waldbrandsaison des vergangenen Jahres zusammen. Erstellt hat ihn das Waldbrandkompetenzzentrum gemeinsam mit dem Landesbetrieb Forst und zwei Ministerien, beraten wurde er im Kabinett.
Innenminister Jan Redmann spricht von einem Jahr, „geprägt von vielen kleinen Bränden, die dank der frühen Erkennung und des großen Engagements unserer freiwilligen Feuerwehren schnell gelöscht werden konnten“. Auch die wenigen Großbrände seien zügig bekämpft worden.

Waldbrandbericht: Kameras erkennen den Rauch früh
Für die frühe Erkennung sorgt seit über 20 Jahren das System „Fire Watch“, eine automatisierte und flächendeckende Waldbrandüberwachung. Staatssekretär Stephan Nickisch führt darauf zurück, dass die allermeisten Waldbrände 2025 unter einem Hektar gehalten werden konnten.
Dazu braucht es Wasser. Allein im vergangenen Jahr errichtete der Landesbetrieb Forst 90 neue Löschwasserentnahmestellen im Privatwald.
Der Waldbrandbericht zeigt eine wachsende Aufgabe
Der Minister ordnet die Zahlen in einen größeren Zusammenhang ein: „Der Klimawandel setzt unseren Wäldern stark zu. Diese Herausforderung wird sogar noch zunehmen.“ Die Brandenburger Feuerwehren seien aber gut vorbereitet.
Parallel arbeitet das Land am Waldumbau, um den Wasserrückhalt in der Fläche zu verbessern und die Wälder widerstandsfähiger zu machen.
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Reaktionen
Am 2. September hat der Innenminister den Waldbrandbericht im Ausschuss für Inneres und Kommunales vorgestellt. Uwe Adler, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag, sieht das Land „beim Waldbrandschutz gut aufgestellt“: Die Früherkennung funktioniere dank inzwischen 108 optischer Sensoren und deutlicher Investitionen in Brandbekämpfung und Waldumbau.
Zugleich verweist Adler auf die Belastungsspitzen: „Am 1. Juli waren zeitweise zwölf Wald- und Vegetationsbrände gleichzeitig aktiv.“ Sein Dank gelte den Feuerwehren und allen weiteren Einsatzkräften. Jetzt komme es darauf an, die Zusammenarbeit von Feuerwehr, Katastrophenschutz, Polizei, Kommunen und Forst weiter zu verbessern: „Gerade bei größeren und mehreren gleichzeitig auftretenden Waldbränden müssen Lagebild und Koordination schnell und zuverlässig funktionieren.“
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Red. / Presseinformation














