Spree-Neiße Donnerstag, 10 September 2020 von Redaktion

Erster Schweinepestverdacht in Deutschland. Totes Wildschwein in Spree-Neiße

Erster Schweinepestverdacht in Deutschland. Totes Wildschwein in Spree-Neiße

Gestern wurde in Brandenburg ein amtlicher Verdacht auf Afrikanische Schweinepest (ASP) bei einem Wildschweinkadaver festgestellt. Der Fundort des Wildschweinkadavers liegt nahe der deutsch-polnischen Grenze im Landkreis Spree-Neiße. Das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut hat den Verdacht heute bestätigt. Damit gibt es in Deutschland den ersten ASP-Ausbruch. Am Mittag will Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher die Öffentlichkeit über die aktuelle Lage und eingeleiteten Maßnahmen informieren. Auch der Landkreis Spree-Neiße hat für den frühen Nachmittag zu einer Pressekonferenz eingeladen.

Bisher waren nur Fälle in Polen aufgetreten, in Deutschland wurden Wildschutzzäune an der Oder-Neiße Grenze aufgestellt. Die Landkreise führen Untersuchungen durch, Dahme-Spreewald hat ein Kühlhaus für tote Tiere in Betrieb genommen.

Dahme-Spreewald nimmt Kühlhaus in Betrieb

Der Landkreis Dahme-Spreewald hat am 2. September 2020 zur Abwehr eines möglichen Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ein erstes Kühlhaus für tot aufgefundene Wildtiere in Betrieb genommen. Die offizielle Übergabe erfolgte in Lieberose durch Landrat Stephan Loge zusammen mit Vertretern des Amtes für Veterinärwesen, Verbraucherschutz und Landwirtschaft, der unteren Jagdbehörde, des Amtes für Gebäude- und Immobilienmanagement (GIM) und des Landesbetriebs Forst Brandenburg. Das gestern eingeweihte Kühlhaus steht auf dem Gelände der Oberförsterei Lieberose und verfügt über eine hochwertige Ausstattung zum Lagern und Beproben von Kadavern. Drei weitere baugleiche Anlagen im Landkreis werden in Kürze freigegeben.

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Im März: Afrikanische Schweinepest 65km vor deutscher Grenze ausgebrochen

Brandenburgs Verbraucherschutzministerium sieht die Gefahr einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) angesichts des anhaltenden Infektionsgeschehens in Westpolen weiter als hoch an. Am 24. März 2020 haben die polnischen Veterinärbehörden über einen ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest bei Hausschweinen in Westpolen informiert. Bislang waren allein Wildschweine infiziert. Es handelt sich dabei um Tiere eines Zuchtbestands in der Region Nowosolski (Nowa Sol) ca. 65 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. „Wir sind zurzeit enorm mit der Eindämmung des für den Menschen gefährlichen Corona-Virus beschäftigt. Doch wir haben auch die Afrikanische Schweinepest weiter im Blick. Brandenburg ist hier vorbereitet“, sagte Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher.

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Oder-Neiße-Grenze: Mobile Wildzäune zum Schutz vor Afrikanischer Schweinepest

Am 18. Dezember 2019 wurden Wildschutzzäune an der Oder-Neiße Grenze aufgestellt, da das Risiko der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch infizierte Wildschweine aus Westpolen nach Deutschland größer wurde. Die Ausbreitung der Tierseuche ist nicht abzuschätzen. Darin stimmten polnische und deutsche Veterinäre bei einem Treffen (Task Force ASP) am vergangenen Freitag in Berlin überein. Daher wird Brandenburg Wildschutzzäune entlang der Neiße und Oder aufstellen, um die Einschleppung der ASP durch infizierte Tiere abzuwehren. 

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