Die Stadt Spremberg sucht nach den Verantwortlichen einer großflächigen Aufkleber-Aktion und setzt für entscheidende Hinweise 1.000 Euro Prämie aus. In der Nacht vom 6. zum 7. August wurden im gesamten Stadtgebiet zahlreiche Aufkleber des FC Energie Cottbus an öffentlichen Einrichtungen, Verkehrszeichen, privaten Gebäuden und eigens für das Heimatfest aufgestellten Orientierungsschildern angebracht, so die Stadt heute. Im weitläufigen Festgelände müssen nun mehrere hundert Sticker entfernt werden. Die Stadt spricht von erheblichem personellem und finanziellem Aufwand und sieht besonders die Beklebung von Verkehrs- und Hinweisschildern kritisch. Wer sachdienliche Hinweise zu den Tätern geben kann, wird gebeten, sich telefonisch unter der 03563/340 319 oder per Mail an [email protected] an die Stadtverwaltung Spremberg zu wenden.
Mehrere hundert Aufkleber müssen entfernt werden
Seit Wochen bereitet sich die Stadt Spremberg auf das Heimatfest im Jahr ihres 725-jährigen Stadtjubiläums vor. Bis zu 35.000 Gäste werden erwartet. Viele ehrenamtlich Engagierte, Vereine, Unternehmen, Beschäftigte der Stadtverwaltung und weitere Unterstützer arbeiten seit Monaten an den Vorbereitungen. In der Nacht vom 6. zum 7. August 2026 haben Unbekannte im gesamten Stadtgebiet eine Vielzahl von Aufklebern des FC Energie Cottbus angebracht. Betroffen sind öffentliche Einrichtungen, Verkehrszeichen, private Gebäude sowie eigens für das Heimatfest aufgestellte Orientierungsschilder. Nach Angaben der Stadt wurde dadurch das Stadtbild erheblich beeinträchtigt und Sachschaden verursacht. Im weitläufigen Festgelände müssen nun mehrere hundert Aufkleber mit personellem und finanziellem Aufwand entfernt werden. Die dafür aufzubringenden Mittel würden laut Stadt letztlich von den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern getragen und stünden anschließend beispielsweise für Projekte zur Entwicklung der Stadt nicht mehr zur Verfügung.
Stadt sieht Probleme bei Verkehrs- und Hinweisschildern
Besonders schwer wiegt für die Stadt die Beklebung von Verkehrs- und Hinweisschildern. Dadurch sei nicht nur ein wirtschaftlicher Schaden entstanden. Nach Angaben der Stadt könne auch die Sicherheit von Einwohnern und Gästen beeinträchtigt werden. Gerade die Orientierung auf dem Festgelände und im Stadtgebiet spiele bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung eine wichtige Rolle. Die Stadt will sich zum Heimatfest als herzliche, weltoffene und tolerante Stadt präsentieren. Dazu gehören nach ihren Angaben ein einladendes Stadtbild, ein gepflegtes Festgelände, vielfältige kulturelle und kulinarische Angebote sowie ein Programm, das möglichst alle Besuchergruppen anspricht. Die Gäste sollen sich in Spremberg wohl, sicher und willkommen fühlen.
Bürgermeisterin Christine Herntier kritisiert die Aktion
Sprembergs Bürgermeisterin Christine Herntier erklärte: „Während hunderte Menschen ehrenamtlich und hauptamtlich daran arbeiten, unsere Stadt zum Heimatfest im Rahmen des 725. Stadtjubiläums von ihrer besten Seite zu zeigen, haben wenige Unbekannte innerhalb einer Nacht bewusst das Gegenteil bewirkt. Die Täter sollten sich fragen, wem sie mit ihrem Verhalten tatsächlich helfen. Sicher nicht dem FC Energie Cottbus, sicher nicht der Lausitz und ganz bestimmt nicht den Bürgerinnen und Bürgern, die nun für die Beseitigung der Schäden aufkommen müssen. Wer Verantwortung übernimmt, meldet sich oder hilft bei der Aufklärung dieser Tat.“
Die Stadt richtet zudem einen Appell an die Verantwortlichen. Sie fragt unter anderem, was mit der Aktion erreicht werden solle und ob derartige Sachbeschädigungen die Akzeptanz des FC Energie Cottbus in der Region stärken würden. Gleichzeitig betont die Stadt, dass die große Mehrheit der Fußballfans ihren Verein friedlich, fair und leidenschaftlich unterstütze. Wer fremdes Eigentum beschädige, öffentliche Einrichtungen verunstalte und die Arbeit vieler engagierter Menschen missachte, schade nach Auffassung der Stadt nicht nur Spremberg, sondern letztlich auch dem Ansehen des Vereins, dessen Name und Logo für die Aktion genutzt wurden.
Stadt setzt 1.000 Euro Prämie für Hinweise aus
Für Hinweise, die zur Identifizierung und Ergreifung der Verantwortlichen führen, setzt die Stadt Spremberg eine Prämie in Höhe von 1.000 Euro aus. Wer sachdienliche Hinweise geben kann, soll sich an die zuständigen Behörden oder die Stadtverwaltung Spremberg wenden. Die Stadtverwaltung ist unter der Telefonnummer 03563/340 319 oder per E-Mail an [email protected] erreichbar. Nach Angaben der Stadt ist durch die seit diesem Jahr geltende Gefahrenabwehrverordnung eine Ahndung der Tat möglich, wenn die Verantwortlichen ergriffen werden. Die Stadt will gemeinsam mit allen Beteiligten dafür sorgen, dass das 725. Stadtjubiläum ein Fest des Miteinanders, des Respekts und der Gastfreundschaft bleibt.
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Red. / Presseinformation
Bilder: Stadtverwaltung Spremberg







