Von der Aussaat bis zum fertigen Produkt: Schülerinnen und Schüler der Lindengrundschule Missen haben in den vergangenen Monaten selbst erlebt, wie Linsen und Leindotter angebaut, geerntet und verarbeitet werden. Gemeinsam mit der ökologischen Höfegemeinschaft „Gut Ogrosen“ begleiteten die Kinder seit März 2026 die Entwicklung der Pflanzen auf dem Feld und lernten dabei die verschiedenen Arbeitsschritte der ökologischen Landwirtschaft kennen. Wie der Landkreis Oberspreewald-Lausitz mitteilte, konnten die Schülerinnen und Schüler unter anderem miterleben, wie aus den geernteten Samen durch Kaltpressung Leindotteröl entsteht, während sie die geernteten Linsen selbst verpackten und mit eigenen Etiketten versahen. Den Abschluss des Schulprojekts bildete das dritte Kreis-Erntefest in Ogrosen am 19. und 20. September, bei dem die Kinder ihre Ergebnisse an einem eigenen Stand präsentierten und Besucher das frisch gepresste Öl probieren konnten. Rund 11.000 Menschen besuchten das Fest an beiden Tagen.
Schulprojekt in Missen startete mit der Aussaat
Seit März 2026 beschäftigten sich die damals noch in der fünften Klasse lernenden Kinder der Lindengrundschule Missen mit dem ökologischen Landbau. Gemeinsam mit der zertifizierten ökologischen Höfegemeinschaft „Gut Ogrosen“ verfolgten sie den Weg zweier landwirtschaftlicher Kulturen vom Samenkorn bis zum fertigen Lebensmittel.
Der erste Projekttag fand bereits am 18. März in der Schule statt. Wie der Landkreis zuvor mitgeteilt hatte, vermittelten Maddalena Sartori von der Höfegemeinschaft und Klassenlehrerin Frau Pietrus grundlegende Kenntnisse über die Vorbereitung der Aussaat, die Pflanzenentwicklung und die spätere Verarbeitung. Anschließend ging es für die Kinder auch auf die Felder.
Dort wuchsen Linsen und die Ölsaat Leindotter gemeinsam als Mischkultur. Während der folgenden Monate beobachteten die Schülerinnen und Schüler regelmäßig die Entwicklung der Pflanzen. Dabei lernten sie unter anderem, wie der ökologische Anbau funktioniert und welche Möglichkeiten zur Schädlings- und Unkrautbekämpfung bestehen.

Aus Leindotter wird Öl, aus Linsen kleine Pakete
Im Sommer folgte der nächste praktische Teil des Schulprojekts in Missen. Nach der Ernte konnten die Kinder miterleben, wie die gewonnenen Leindottersamen durch Kaltpressung zu Öl verarbeitet wurden. Damit lernten sie einen weiteren Schritt der landwirtschaftlichen Produktion kennen, der auf die Arbeit auf dem Feld folgt. Auch die geernteten Linsen nutzten die Beteiligten für ihr gemeinsames Vorhaben. Die Schülerinnen und Schüler bereiteten diese für die Präsentation vor und verpackten sie in kleine Portionen. Die passenden Etiketten gestalteten sie selbst. So beschäftigten sich die Kinder nicht nur mit dem Anbau und der Ernte, sondern auch mit der Aufbereitung eines regional erzeugten Lebensmittels.
Während des gesamten Projekts standen praktische Erfahrungen im Vordergrund. Die Kinder konnten die Entwicklung der Pflanzen über mehrere Monate verfolgen und die einzelnen Arbeitsschritte selbst kennenlernen. Nach Angaben des Landkreises sollte das Projekt damit einen direkten Einblick in die ökologische Landwirtschaft und die Entstehung von Lebensmitteln ermöglichen.
Schüler präsentieren ihre Ernte in Ogrosen
Den Abschluss bildete das dritte Kreis-Erntefest des Landkreises Oberspreewald-Lausitz am 19. und 20. September 2026. Rund 11.000 Besucherinnen und Besucher kamen an beiden Tagen nach Ogrosen, wo der Landkreis gemeinsam mit der Stadt Vetschau/Spreewald und dem Ortsteil das Fest ausrichtete. Auf dem Gelände der Höfegemeinschaft „Gut Ogrosen“ präsentierten die inzwischen in die sechste Klasse gewechselten Kinder ihre Projektergebnisse an einem eigenen Stand. Dabei zeigten sie die unterschiedlichen Stationen von der Aussaat über die Ernte bis zur Verarbeitung und berichteten über ihre Erfahrungen. Neben den selbst verpackten Linsen gab es auch eine Verkostung des hergestellten Leindotteröls. Dazu reichten die Beteiligten Brot vom Café Schauwerk aus Altdöbern. Die Festbesucher konnten so eines der Produkte probieren, deren Herstellung die Schulklasse zuvor begleitet hatte.
Dankeschön für die Kinder der Lindengrundschule
Zum Abschluss erhielten alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler das Mosaikheft der Abrafaxe mit dem Titel „Das Geheimnis der Uferschnepfe“. Herausgeber ist das Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg. Der Landkreis bedankte sich außerdem bei den Lehrkräften und Erzieherinnen der Lindengrundschule Missen sowie bei der ökologischen Höfegemeinschaft „Gut Ogrosen“ für die gemeinsame Betreuung und Umsetzung des Projekts im Schulunterricht.
VollzeitBewerbung bis 25.10.Lehrkraft (m/w/d) Fachbereich Pflege - Standort ElsterwerdaMedizinische Universität Lausitz – Carl Thiem · ElsterwerdaZur Stelle →Alle 406 Stellen in Südbrandenburg →Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Landwirtschaft hatte bereits im Frühjahr begonnen. Der Landkreis unterstützte das Vorhaben nach früheren Angaben organisatorisch über seine Wirtschaftsförderung und im Rahmen des Budgets für das Kreis-Erntefest. Mit der Präsentation in Ogrosen endete für die Kinder ein Projekt, bei dem sie über mehrere Monate hinweg die Entstehung regionaler Lebensmittel nachvollziehen und verschiedene Arbeitsschritte selbst kennenlernen konnten.
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Red. / Presseinformation
Bild: Daniela Lehmann












