Ein Großbrand in Finsterwalde hat am Montagabend die Feuerwehren stundenlang beschäftigt. Wie die Agentur brandenburg.media berichtet, war in einer Halle einer Recyclingfirma an der L60 ein großer Haufen Sperrmüll in Brand geraten. Verletzt wurde niemand. Die Polizei vermutet eine Selbstentzündung.
Großbrand in Finsterwalde – Brandmeldeanlage schlägt Alarm
Um 21:27 Uhr wurden die Feuerwehren der Stadt Finsterwalde sowie des Amtes Kleine Elster zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage auf das Gelände der Recyclingfirma alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich die Meldung: In einer Halle des Unternehmens brannte ein großer Sperrmüllhaufen. Die Feuerwehr leitete die Brandbekämpfung zunächst mit einem C-Rohr ein.
Wegen der örtlich schwierigen Löschwasserversorgung wurden weitere Kräfte nachalarmiert. Unterstützung kam aus dem Amt Kleine Elster, aus Sonnewalde, Doberlug-Kirchhain und Schönborn. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, richteten die Einsatzkräfte einen Pendelverkehr mit mehreren Tanklöschfahrzeugen ein. Zusätzlich war der stellvertretende Kreisbrandmeister vor Ort, ebenso ein Krankentransportwagen der DRK-Bereitschaft aus Doberlug-Kirchhain.
Riegelstellung verhindert Ausbreitung des Feuers
Um eine weitere Ausbreitung der Flammen innerhalb der Halle zu verhindern, errichteten die Einsatzkräfte eine Riegelstellung. Dabei kamen unter anderem zwei tragbare Löschmonitore zum Einsatz, mehrere Trupps waren zusätzlich mit Strahlrohren im Einsatz.
Durch das koordinierte Vorgehen konnte die Ausbreitung des Brandes verhindert und das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Wegen des Umfangs der Löscharbeiten zog sich der Einsatz über mehrere Stunden. Während des lang andauernden Einsatzes wurden die Kräfte durch die Feuerwehr Finsterwalde sowie Mitarbeiter der Firma mit Verpflegung versorgt.
Am Morgen erneut Alarm nach Großbrand in Finsterwalde
Beendet war der Einsatz damit noch nicht: Am nächsten Morgen wurden die Feuerwehren Finsterwalde Mitte und Nehesdorf erneut zur Brandstelle gerufen, um verbliebene Glutnester aufzuspüren und abzulöschen.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wird derzeit eine Selbstentzündung des Brandgutes als Brandursache vermutet. Die genaue Schadenshöhe konnte bislang noch nicht beziffert werden.
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Fotos: Sean-Luc Bierla / brandenburg.media
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