Der FC Energie Cottbus ist zurück in der 2. Bundesliga! Am Sonntag empfängt der Aufsteiger zum Auftakt der Saison 2026/27 Hannover 96 im LEAG Energie Stadion (13:30 Uhr). Vor der Rückkehr auf die große Bühne spürt Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz eine Mischung aus Vorfreude und Anspannung – und macht im Gespräch mit NL-Sportreporter Georg Zielonkowski klar, mit welchem Anspruch seine Mannschaft antritt.
Ein Kader ohne Zweitliga-Routine
„Vorfreude pur, aber natürlich auch Anspannung“, beschreibt Wollitz sein Gefühl. „Heute hatte ich zum ersten Mal wieder schweißige Hände – das hatte ich in der Vorbereitung nicht.“ Am Sonntag beginne die Realität: „Wir wollten da unbedingt hin, auch wenn es nie einer ausgesprochen hat. Jetzt sind wir da – und wir sind da, um zu bleiben und Spiele zu gewinnen.“
Die Aufgabe ist gewaltig, das weiß auch der Trainer. Fast der gesamte Kader betritt Neuland: „Bis auf Lucas Copado, der letztes Jahr Zweite Liga gespielt hat, und Leo, der Bundesliga-Erfahrung mitbringt, haben wir alle Spieler aus unserer Drittliga-Mannschaft oder von woanders geholt“, so Wollitz. Umso wichtiger sei es, „gut organisiert und sehr gut ausbalanciert zu sein“.
Dass der Verein weiter nach Verstärkungen sucht, ist bekannt – zwei Tage vor dem Auftakt will Wollitz das Thema aber bewusst nicht in den Vordergrund rücken. „Ich verstehe die Frage, sie ist absolut berechtigt. Aber jetzt geht es darum, dieser Mannschaft bis Sonntag jegliches Vertrauen zu vermitteln.“ Die Spieler, die beginnen oder eingewechselt werden, sollten sich zu „100 Prozent vertraut“ fühlen. „Was die Zeit nach dem Spiel bringt, werden wir sehen.“

Alter Bekannter aus dem Pokal
Mit Hannover 96 wartet gleich zum Start ein Kandidat für die vorderen Plätze. Die Niedersachsen spielen seit Jahren zweitklassig und schlossen die Vorsaison als Vierter ab – „aus ihrer Sicht leider“, wie Wollitz anmerkt, denn Hannover habe aufsteigen wollen. Entsprechend gewarnt ist der Aufsteiger: „Wir treffen auf eine Mannschaft, die stark und laufstark ist, gut organisiert und variabel in der Formation.“
Ein Wiedersehen ist es obendrein: Erst in der vergangenen Saison hatten sich beide im DFB-Pokal duelliert, damals setzte sich Energie durch. Wollitz warnt jedoch vor falschen Schlüssen. „Das war ein Pokalspiel, sie kamen als Tabellenführer. Am Ende hat der Glücklichere gewonnen, und das waren Gott sei Dank wir.“ Am Sonntag sei die Ausgangslage eine andere: „Das ist ein Meisterschaftsspiel, da sind die Voraussetzungen anders.“
Offensiv-Fußball trotz aller Vorsicht
An seiner Grundidee will Wollitz auch eine Liga höher festhalten. „Die Spieler, die wir haben, sind dafür positioniert, offensiven Fußball zu zeigen, Torchancen herauszuspielen und die Menschen zu erfreuen.“ Dass das auch gegen stärkere Gegner gelingen kann, habe die Generalprobe gegen Werder Bremen phasenweise gezeigt. Nötig sei aber vor allem mentale Stärke: „Wir dürfen uns nicht hineininterpretieren lassen. Es wird schwierige Momente geben, und dann brauchst du dieses interne Vertrauen.“
Getragen wird die Rückkehr von einer gewaltigen Kulisse. Zum Auftakt werden nach aktuellem Stand rund 18.000 Zuschauer erwartet. „Diese Symbiose zwischen Klub, Mannschaft und Publikum ist außergewöhnlich“, sagt Wollitz. „Ab Sonntag, 13.30 Uhr, geht es darum, alles rauszuhauen, um uns und die Region glücklich zu machen – mit einem fantastischen Publikum, das zu 200 Prozent unterstützen wird.“
Elbenwald Festival & 2. Bundesliga: Cottbus rechnet mit Parkplatzmangel
Am Wochenende dürfte es in Cottbus rund um das LEAG Energie Stadion und den Spreeauenpark eng werden. Mit dem Elbenwald Festival und dem Saisonauftakt des FC Energie Cottbus in der 2. Fußball-Bundesliga treffen zwei Großveranstaltungen aufeinander. Besonders am Sonntag empfiehlt die Stadt daher dringend, öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad oder den Fußweg für die Anreise zu nutzen. ->> Hier weiterlesen
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