587 Mal hat die Landesstiftung „Hilfe für Familien in Not“ im vergangenen Jahr die Erstausstattung für ein Baby in Südbrandenburg mitbezahlt. Zusammen mit der Familienhilfe flossen gut 612.000 Euro in die Region. Das geht aus Zahlen hervor, die die Stiftung auf unsere Anfrage zusammengestellt hat.
Fast 600 Anträge für die Erstausstattung
Den weitaus größten Teil macht die Schwangerenhilfe aus. In Cottbus und den Landkreisen Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster und Dahme-Spreewald wurden 2025 nach Angaben der Stiftung „Hilfe für Familien in Not“ 587 Anträge bewilligt, dafür wurden rund 582.000 Euro ausgezahlt. Das sind im Schnitt knapp 1.000 Euro je Antrag.
Das Geld ist für die notwendige Erstausstattung des Kindes gedacht. Genannt werden Babykleidung, Kinderwagen, Kinderbett samt Matratze und Wickelkommode – also die Dinge, die vor einer Geburt auf einen Schlag anfallen und für die in vielen Haushalten kein Polster da ist.
Die zweite Schiene hilft ganzen Familien
Daneben führt die Stiftung die Familienhilfe. Hier wurden im selben Gebiet und im selben Jahr 28 Anträge bewilligt, die Summe lag bei rund 30.400 Euro. Die Anlässe seien „sehr individuell“ und richteten sich nach der jeweiligen Notlage, teilt die Stiftung mit.
Häufig gehe es um dringend benötigte Einrichtungsgegenstände oder Haushaltsgeräte. Möglich sind aber auch größere Einzelfälle: Als Beispiel nennt die Geschäftsstelle die Mitfinanzierung eines behindertengerechten Fahrzeugs.
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Der Weg führt über die Beratungsstellen
Wer Hilfe braucht, wendet sich nicht direkt an die Stiftung Hilfe für Familien in Not. Die Anträge laufen über Schwangerschafts-, Sozial- und Schuldnerberatungsstellen, über Sozialstationen oder Familienzentren. Diese Stellen helfen nach Angaben der Stiftung auch beim Ausfüllen und sind die ersten Ansprechpartner vor Ort.
Welche Beratungsstelle in der Nähe in Frage kommt, lässt sich auf der Internetseite der Stiftung nachschlagen: Dort gibt es unter Anlaufstellen eine Suche nach Regionen.
Eine Stiftung des Landes Brandenburg
Die Stiftung „Hilfe für Familien in Not“ ist eine Stiftung des Landes und sitzt in Potsdam. Sie unterstützt Menschen in finanziellen Notlagen, wenn andere Hilfen nicht greifen oder nicht schnell genug kommen.
An ihrer Spitze steht seit dem 1. August eine neue ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende: Anna Heyer-Stuffer, früher Staatssekretärin im Brandenburger Familienministerium. Sie hatte bei ihrem Amtsantritt angekündigt, Notlagen auch dort wahrnehmen zu wollen, wo sie im Verborgenen bleiben. Die Zahlen aus Südbrandenburg zeigen, in welcher Größenordnung sich das bewegt.
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Red. / Presseinformation







