Cottbus Montag, 10 August 2020 von Redaktion

Letztes Testspiel vor Saisonstart: Energie Cottbus trotzt Union Berlin 1:3 ab

Letztes Testspiel vor Saisonstart: Energie Cottbus trotzt Union Berlin 1:3 ab

Das letzte Testspiel der Saisonvorbereitung auf die Regionalligasaison 2020/21 bestritt der FC Energie Cottbus gegen Bundesligist Union Berlin. Es endete auch ohne Neuzugang Max Kruse auf Berliner Seite mit 1:3 für den Favoriten. Nur 1:3 muss das Fazit lauten, denn zur Regionalliga sind es drei Ligen Unterschied. Das junge Cotttbuser Team trat leidenschaftlich auf und bot Union Paroli, das zwischenzeitliche 0:3 spiegelte nicht den Spielverlauf wieder und Dominik Pelivan sorgte kurz vor Schluss für den versöhnlichen 1:3 Endstand. EnergieTV übertrug das Spiel in Zusammenarbeit live auf dem vereinseigenen Youtubekanal, Fans können es hier nachschauen.

Zuschauerpremiere unter Coronabedingungen

Der Testspielabschluss war gleichzeitig die Zuschauerpremiere unter Coronabedingungen im Stadion der Freundschaft. 523 Zuschauer kamen bei großer Hitze und hielten sich an die Hygiene- und Abstandsregeln im Stadion. Als Verpflegung waren "fliegende Händler" mit Eis, Snacks und Getränken unterwegs, um die Zuschauer zu versorgen. Am kommenden Samstag zum Ligaauftakt gegen Lichtenberg 47 dürfen voraussichtlich etwa 850 Zuschauer ins Stadion, dazu noch beide Mannschaften und das Team drumherum sowie Personal des Vereins. 

Spielbericht 

(laut fcenergie.de)

Die Anfangsphase begann recht ruhig, der Ball lief auf beiden Seiten flüssig, ohne den Weg in die gefährliche Zone zu finden. Als Florian Brügmann einen Ball auf der rechten Außenbahn noch erlief und scharf in die Mitte flankte, nahm Bruder Felix den Ball volley aus der Luft, traf das Leder jedoch nicht richtig. Ein erstes Achtungszeichen der Hausherren (6.) und Max Kremer legte mit einem abgefälschten Schuss direkt nach (7.). Letztlich waren beide Aktionen zwar ansehnlich, aber nicht wirklich gefährlich. Anders sah das beim Versuch von Christian Gentner aus, der den Ball auf den Kasten von Tim Stawecki brachte – der FCE-Keeper klärte ganz sicher zur Ecke (10.).

Dann war der FC Energie wieder dran und versuchte es mit einer Freistoßvariante von der rechten Seite zum Torerfolg zu kommen. Axel Borgmann täuschte an, Max Kremer flankte in den Strafraum und Felix Brügmann köpfte auf das Tor. Bei Andreas Luthe war Endstation. Die in blau gekleideten Cottbuser machten das richtig gut und als Felix Brügmann im 16er frei vor dem Tor stand, den Gegenspieler tunnelte, um auf Tobias Hasse abzulegen, dachten viele der insgesamt 523 Zuschauer im Stadion, dass es jetzt „klingeln“ würde. Doch der Ball versprang bei dieser guten Möglichkeit. Ein Eckball direkt nach der Trinkpause stellte den Spielverlauf ein wenig auf den Kopf, denn Subotic erzielte aus dem Gewühl heraus den Treffer für die Unioner (26.). Der FC Energie machte da weiter, wo er zuvor aufgehört hatte. Wieder war es Felix Brügmann, der den Ball im Strafraum stoppte, sich um die eigene Achse drehte und abschloss. Schade (31.). Mit guten Ansätzen, aber wenigen Torraumszenen ging es beim Stand von 0:1 in die Pause.

Der FC Energie wechselte nur ein Mal und so stand im zweiten Spielabschnitt Toni Stahl zwischen den Pfosten, die Feldspieleraufstellung blieb zunächst auf Cottbuser Seite gleich. Urs Fischer hingegen hatte bereits in der ersten Halbzeit zwei Mal getauscht und wechselte nun sechsfach. Lediglich Berkan Taz, Tim Maciejeski und Robert Andrich blieben auf dem Feld. Am Spielverlauf veränderte sich wenig, der FCE war weiterhin gut im Spiel. Ließ sich allerdings einmal in der Abwehr ein wenig überrumpeln und so kam Berkan Taz an den Ball, umkurvte Toni Stahl und konnte ins leere Tor einschieben (59.). Dann machte sich Tobias Hasse nach einem wundervollen Pass auf den Weg zum Anschlusstreffer, machte vieles richtig und knallte den Ball aus knapp 15 Metern an den Pfosten (63.). Die beste Cottbuser Möglichkeit im Spiel. Danach war für ihn Schluss und Janik Mäder ersetzte ihn ebenso wie Jeremy Postelt Rico Gladrow (65.).

In einer unübersichtlichen Situation, als ein Berliner letztlich den Ball neben das Tor bugsierte, entschied Schiedsrichter Henry Müller zur allgemeinen Verwunderung auf Strafstoß. Sei es drum, Bülter verwandelte und erhöhte auf 0:3. Ein Ergebnis, welches nicht dem Spielverlauf gerecht wurde und aus Cottbuser Sicht zu hoch ausfiel. So war der Schlusspunkt Marcel Hoppe vorbehalten, der nach einem wunderbaren Pass von Dominik Pelivan das Leder souverän zum 1:3 in die Maschen schob. Ein Treffer, der mehr als verdient war. Der FC Energie zeigte eine engagierte und gute Leistung, stellte den Bundesligisten vor Aufgaben und ließ auch spielerisch einiges erahnen.

Fotos: Lichtpunkt Fotografie

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