Der FC Energie Cottbus hat im Flutlicht-Heimspiel gegen den VfL Bochum eine bittere Niederlage kassiert. Nach einer starken ersten Halbzeit und der Führung durch einen verwandelten Elfmeter von Tolcay Ciğerci unterlagen die Lausitzer noch mit 1:2. Dabei sorgten gleich mehrere Abseitsentscheidungen und zwei durch den VAR aberkannte Treffer für Aufregung. Philipp Hofmann glich in der 70. Minute für Bochum aus, ehe Christian Rasmussen die Partie in der 88. Minute endgültig zugunsten der Gäste drehte.
Energie beginnt stark und geht verdient in Führung
Trainer Claus-Dieter Wollitz nahm im Vergleich zum 1:1 in Heidenheim drei Veränderungen in seiner Startelf vor. Leonardo Bittencourt, Justin Butler und Moritz Hannemann kehrten in die Anfangsformation zurück, dafür mussten Tim Campulka, Fousseny Doumbia und Dmytro Bogdanov zunächst auf der Bank Platz nehmen.
Energie übernahm früh die Initiative und kam in der 5. Minute zum ersten Abschluss der Begegnung. Nach einem Angriff über die linke Seite zog Hannemann aus der Distanz flach ab, verfehlte das Bochumer Tor allerdings deutlich. Vier Minuten später sah der Bochumer Tom Meyer nach einem taktischen Foul im Mittelfeld die erste Gelbe Karte der Partie.
In der 15. Minute meldeten sich auch die Gäste erstmals gefährlich vor dem Cottbuser Tor. Nach einer Flanke vom linken Flügel stand Koji Miyoshi recht frei im Strafraum, setzte seine Direktabnahme aus der Drehung jedoch links neben das Tor. Marcel Lotka musste nicht eingreifen. Auf der anderen Seite versuchte es Lukas Michelbrink in der 19. Minute aus der zweiten Reihe. Sein flacher Abschluss ging knapp links am Pfosten vorbei.
Ciğerci trifft vom Punkt
Nur zwei Minuten später bot sich dem FCE die große Chance auf die Führung. Bochums Torhüter Timo Horn brachte Lucas Copado im Strafraum zu Fall, der Schiedsrichter entschied auf Foulelfmeter. Tolcay Ciğerci übernahm die Verantwortung und verwandelte in der 21. Minute souverän zum 1:0.
Auch danach blieb Energie die gefährlichere Mannschaft. In der 25. Minute legte Henry Rorig den Ball im Strafraum auf Michelbrink ab, dessen Abschluss von einem Bochumer gerade noch zur Ecke abgewehrt wurde. Die Gäste fanden weiterhin kaum Wege durch die gut organisierte Cottbuser Defensive. Vor allem das frühe und intensive Pressing der Lausitzer funktionierte, wodurch Bochum nur selten zu geordneten Angriffen kam.
In der 37. Minute hatte Energie die nächste gute Möglichkeit. Justin Butler versuchte es mit einem sehenswerten Schlenzer aus der Distanz, doch Horn war zur Stelle und lenkte den Ball zur Ecke. So ging Cottbus nach einer überzeugenden ersten Halbzeit mit einer verdienten 1:0-Führung in die Kabine.

Zwei Tore innerhalb weniger Minuten – beide zählen nicht
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine zunehmend turbulente Begegnung. In der 53. Minute lag der Ball erstmals im Cottbuser Tor. Philipp Hofmann hatte für Bochum getroffen, doch der VAR schaltete sich ein und erkannte den Treffer wegen einer knappen Abseitsposition ab.
AusbildungAusbildung Rohrleitungsbauer (m/w/d)Finsterwalder Bau-Union GmbH · Sonnewalde (Zeckerin)Zur Stelle →Alle 277 Stellen in Südbrandenburg →Praktisch im direkten Gegenzug durfte dann Energie jubeln. Justin Butler traf in der 54. Minute mit einem traumhaften Distanzschuss zum vermeintlichen 2:0. Doch auch hier griff der VAR ein und nahm den Treffer zurück. Innerhalb kürzester Zeit hatten damit beide Mannschaften getroffen, ohne dass sich der Spielstand veränderte.
In der 61. Minute wiederholte sich die Situation auf der anderen Seite. Erneut brachte Hofmann den Ball im Cottbuser Tor unter, erneut stand der Angreifer im Abseits. Diesmal hatte der Schiedsrichterassistent die Fahne allerdings direkt gehoben.
Hofmann gleicht aus, Energie sucht die Antwort
In der 65. Minute reagierte Wollitz mit einem Doppelwechsel. Lukas Michelbrink und Lucas Copado verließen den Platz, dafür kamen Jannis Boziaris und Dominik Pelivan. Dabei hatte zunächst bereits Angreifer Dmytro Bogdanov zum Wechsel bereitgestanden, ehe sich der Trainer doch für die defensivere Variante mit Pelivan entschied.
Fünf Minuten später war der Ausgleich dann aber nicht mehr zu verhindern. In der 70. Minute traf Philipp Hofmann zum 1:1 – diesmal zählte der Treffer. Energie versuchte umgehend zu antworten. In der 73. Minute zog der eingewechselte Boziaris aus der zweiten Reihe ab, doch Horn reagierte stark und lenkte den Ball über die Latte.
Anschließend brachte Wollitz mit Bogdanov und Christian Kinsombi zwei weitere frische Offensivkräfte. Für sie mussten Ciğerci und Butler vom Feld. Der Wechsel machte sich beinahe unmittelbar bezahlt. In der 82. Minute kam Kinsombi zu einer guten Gelegenheit, doch Horn konnte den Ball gerade noch zur Ecke abwehren. Auch die anschließende Standardsituation wurde gefährlich, letztlich klärten die Bochumer jedoch.
Rasmussen dreht die Partie kurz vor Schluss
Als sich die Partie bereits einem Unentschieden näherte, schlugen die Gäste noch einmal zu. In der 88. Minute setzte sich Christian Rasmussen im Cottbuser Strafraum durch. Zunächst ließ er Luca Erlein stehen, anschließend überwand er auch Marcel Lotka und traf zum 2:1 für den VfL Bochum.
Damit drehten die Gäste die Begegnung nach ihrem Rückstand noch vollständig. Für Energie blieb es bei einer bitteren Heimniederlage, nachdem die Lausitzer vor allem in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft gewesen waren und auch nach dem Ausgleich noch eigene Möglichkeiten besaßen.
Für Energie geht es am kommenden Freitag, 6. November, mit dem nächsten Flutlichtspiel weiter. Um 18:30 Uhr treten die Lausitzer auswärts bei Eintracht Braunschweig an.
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