Eine Öko-Kontrolleurin aus Berlin war zum ersten Mal in Cottbus und so angetan, dass sie eine Nacht länger blieb. Alexander Schömmel vom Bioladen Schömmel erzählt die Geschichte und fragt, ob Cottbus in Berlin gezielter für sich werben sollte.
Jährliche Öko-Kontrolle im Bioladen ohne Beanstandungen
Am Dienstag stand im Bioladen Schömmel in der Franz-Mehring-Straße in Cottbus die jährliche Öko-Kontrolle an. Der Laden hat sie nach Angaben von Inhaber Alexander Schömmel ohne Beanstandungen bestanden. Bioläden werden nach der EU-Öko-Verordnung mindestens einmal im Jahr von einer zugelassenen Kontrollstelle geprüft. Dabei geht es unter anderem darum, ob nachvollziehbar ist, welche Bio-Waren ein- und verkauft werden. Bei ihm sei dieser Mengenfluss klar deklariert und für die Kontrolle nachvollziehbar, sagt Schömmel.
Die Kontrolleurin kam diesmal aus Berlin. Sie lebt seit Jahren dort, war aber zum ersten Mal in Cottbus. Sie sei überrascht gewesen, wie schön die Stadt und das Umland sind, erzählt Schömmel.
Branitzer Park und Ostsee als Tipps aus dem Bioladen
Schömmel gab ihr Empfehlungen mit, darunter den Branitzer Park mit den Pyramiden und dem Schloss sowie den Cottbuser Ostsee. Die Kontrolleurin sah sich noch einiges an und buchte sogar eine zusätzliche Nacht im Hotel, um erst einen Tag später nach Hause zu fahren. Was genau sie besucht hat, weiß Schömmel nicht. Ihren Namen nennen wir nicht.
Bioladen-Inhaber wünscht sich mehr Werbung in Berlin
Schömmel erzählt die Geschichte, weil er glaubt, „dass viele Menschen im Berliner Raum Cottbus und unser Umland noch gar nicht richtig kennen“. Seine Frage: „Müssen wir in Berlin anders und gezielter für Cottbus und die Region werben?“ Manchmal brauche es nur einen Anlass, um herzukommen, „und dann entdeckt man, was unsere Stadt und das Umland zu bieten haben“.
EGC kennt ähnliche Erfahrungen mit Gästen aus Berlin
Ähnliches hat die Entwicklungsgesellschaft Cottbus (EGC) erlebt, die städtische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung. Bei ihrer „Tour de Boomtown“ am 9. Mai waren nach Angaben von Solveig Schaal aus dem Bereich Marketing und Kommunikation rund 15 Gäste dabei, vor allem aus Berlin und zum Teil englischsprachig. „Diese Art der Stadterkundung in kleinen Gruppen aus den naheliegenden Metropolen wollen wir unbedingt fortsetzen“, sagt Schaal. Wegen des großen Organisationsaufwands klappe eine Wiederholung aber wahrscheinlich nicht vor dem nächsten Frühjahr. In Berlin wirbt die EGC derzeit nicht, das sei aber „sicher mal eine Überlegung wert“.
Im Laden hängen die Zertifikate der Kontrollstelle ABCERT, eines für Erzeugnisse aus ökologischem Landbau und ein Bio-Zertifikat für die Außer-Haus-Verpflegung. Mehr über das Sortiment steht auf der Internetseite des Bioladens.
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