Mehr als 30 Millionen Euro für die Niederlausitzhalle, gut 20 Millionen für einen Coworking-Bau in Lübbenau: Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz laufen mehrere große Vorhaben des Strukturwandels parallel. Ein Überblick.
Die Niederlausitzhalle wird grundlegend erneuert
Das größte Vorhaben in Senftenberg ist die Modernisierung der Niederlausitzhalle. Das Investitionsvolumen liegt bei mehr als 30 Millionen Euro; damit gehört sie zu den größten Einzelprojekten der Stadt. Aktuelle Visualisierungen zeigen, wie der Bau nach dem Umbau aussehen soll. Bis dahin ist die Halle selbst Gegenstand einer Ausstellung zu ihrer eigenen Geschichte.
Ein zweites Senftenberger Projekt betrifft das denkmalgeschützte Zechenhaus Brieske von 1909, das die LMBV 2022 an den Landkreis übergeben hatte. Es soll künftig als zentrales Museumsdepot und Archiv des Museumsverbundes Oberspreewald-Lausitz dienen – mit einem öffentlich zugänglichen Schaudepot, das Industriekultur erlebbar machen soll.
In Lübbenau entsteht ein Coworking-Zentrum
In Lübbenau wird derzeit am GREEN HUB gebaut, einem Coworking Space, den die Beteiligten als Ankerpunkt im Innovationskorridor Berlin-Lausitz sehen. Für das Vorhaben wurden 2025 Strukturstärkungsmittel bewilligt – bei der Übergabe des Bescheids war von gut 21 Millionen Euro die Rede. Wie weit der Bau inzwischen ist, zeigte zuletzt ein Rundgang Anfang September.
Nebenan, im alten Lokschuppen, entsteht das „Zentrum für regionale Erzeugnisse“. Dort soll es künftig Angebote rund um die Spreewaldgurke und andere Produkte der Region geben. Michael Jakobs, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft WIS, führte Besucher über die Baustelle.
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Rechenzentrum und Gewerbegebiet kommen dazu
Beide Bauten stehen beispielhaft für einen Wandel, den Lübbenau seit der Schließung des Kraftwerks in den 1990er-Jahren durchläuft. Sichtbar wird er inzwischen auch an anderer Stelle: durch die Ansiedlung eines Rechenzentrums der Schwarz Gruppe, für das eine Investition von elf Milliarden Euro im Raum steht, durch die Erweiterung des Industrie- und Gewerbegebietes „Am Spreewalddreieck“ und durch die Neuordnung der Bahnübergänge. Deren Baustelle am Nordkopf konnten Interessierte am vergangenen Wochenende selbst besichtigen.
Ein Zug als Format für die Projektschau
Vorgestellt wurden die Vorhaben am Dienstag bei einer gemeinsamen Zugfahrt von Senftenberg nach Lübbenau. Eingeladen hatten die Wirtschaftsregion Lausitz GmbH, der Landkreis und die beiden Städte; gefahren wurde mit einem Regionalexpress, den die Deutsche Bahn im Design der Kampagne „Die Lausitz. Krasse Gegend.“ beklebt hat – wie schon 2025 den RE7 zwischen Berlin und der Lausitz.
„Strukturwandel wird greifbar, wenn wir zeigen, was sich vor Ort tatsächlich verändert“, sagte WRL-Geschäftsführer Heiko Jahn. An Bord standen unter anderem Klaus Freytag, Beauftragter des Ministerpräsidenten für die Lausitz, und Senftenbergs Bürgermeister Andreas Pfeiffer für Fragen bereit.
Nicht nur Arbeitsplätze, auch Orte zum Leben
„Senftenberg und Lübbenau zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, welche Chancen im Strukturwandel liegen“, sagte Freytag. Es gehe um Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung, „genauso wie um attraktive Orte zum Leben und zur Begegnung“.
Mit dabei war auch ein Betrieb, der zeigt, dass Förderung nicht nur Großprojekte meint: Die Senftenberger Kaffeerösterei Markt 15 wurde über die Brandenburger JTF-Förderung als Unternehmen im Strukturwandel unterstützt.
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Red. / Presseinformation
Fotos: Wirtschaftsregion Lausitz GmbH










