Kaum eine Region eignet sich technisch so gut für die Wärmepumpe wie Brandenburg. Das zeigt die Wärmepumpen-Ampel der Forschungsstelle für Energiewirtschaft. Cottbus liegt auch im Städtevergleich weit vorn.
Brandenburg führt die Länderwertung an
Nach den Daten der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) sind in Brandenburg 88,2 Prozent der Wohngebäude technisch für mindestens eine Wärmepumpe geeignet. Das ist der höchste Wert aller Bundesländer. Dahinter folgen Mecklenburg-Vorpommern mit 87,1 Prozent und Niedersachsen mit 84,8 Prozent.
Am anderen Ende der Liste stehen Bremen mit 58,5 Prozent sowie das Saarland und Hessen mit jeweils gut 67 Prozent. Bundesweit liegt der Anteil bei rund 75 Prozent. Der Abstand zwischen Brandenburg und Bremen beträgt damit fast 30 Prozentpunkte.
Warum der Osten hier im Vorteil ist
Der Grund liegt in der Bebauung. Ob ein Haus für eine Wärmepumpe in Frage kommt, hängt davon ab, ob genug Platz für das Gerät da ist und ob Grundstück und Boden die jeweilige Technik zulassen. Wo Häuser dicht an dicht stehen und die Grundstücke klein sind, wird es eng – in dünn besiedelten Regionen mit freistehenden Häusern dagegen selten.
Freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser erreichen nach der Auswertung im Bundesschnitt rund 91 Prozent. Bei großen Mehrfamilienhäusern mit sieben und mehr Wohnungen sind es nur knapp 33 Prozent, bei Reihenhäusern 40 Prozent.
Newsletter
Die Lausitz am Abend – in zwei Minuten
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – und donnerstags die Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Cottbus liegt im Städtevergleich vorn
Für die Städte hat das Vermittlungsportal Aroundhome dieselben Daten ausgewertet. Danach sind in Cottbus 83,0 Prozent der Gebäude geeignet – Platz drei unter mehr als 130 untersuchten Städten. Noch besser schneidet Frankfurt (Oder) mit 90,5 Prozent ab, dazwischen liegt Neumünster mit 85,5 Prozent. Unter den zwanzig größten Städten beträgt der Durchschnitt dagegen nur 58,9 Prozent.
Technisch möglich heißt nicht wirtschaftlich
Die Zahlen sagen nichts darüber aus, ob sich der Einbau im Einzelfall rechnet. Geprüft wurde allein, ob die baulichen, räumlichen und geologischen Voraussetzungen vorliegen – nicht, wie gut ein Haus gedämmt ist, welche Heizkörper darin hängen oder welche Kosten entstehen. Auch die Förderlage bleibt außen vor.
Betrachtet wurden vier Techniken: Luftwärmepumpe, Erdsonde, Erdkollektor und Solar-Eisspeicher. Die Luftwärmepumpe braucht am wenigsten baulichen Aufwand und kommt deshalb bundesweit am häufigsten in Frage. Grundwasser-Wärmepumpen wurden nicht untersucht. Wer wissen will, ob das eigene Haus für eine Wärmepumpe taugt, kann den Rechner der FfE unter waermepumpen-ampel.ffe.de nutzen.
Weitere aktuelle Meldungen aus der Region
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
Mehr Infos und News aus der Lausitzer und Südbrandenburger Region sowie Videos und Social-Media-Content von heute findet ihr in unserer Tagesübersicht –>> Hier zur Übersicht
Uns bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
Wer etwas googelt, bekommt neben den normalen Treffern eine Box mit aktuellen
Nachrichten. Legen Sie NIEDERLAUSITZ aktuell als bevorzugte Quelle fest,
erscheinen unsere Beiträge dort häufiger für Sie – und in den KI-Übersichten
von Google. Ein Klick genügt, danach sind Sie sofort wieder hier.
Falls der Knopf nicht angezeigt wird: niederlausitz-aktuell.de bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Red. / Presseinformation







