Die Tarifrunde im Großhandel für Berlin und Brandenburg ist abgeschlossen. Am 7. September einigten sich die Tarifparteien auf 2,9 Prozent mehr Geld rückwirkend zum 1. August 2026 und weitere 2,1 Prozent ab dem 1. Mai 2027. Der Vertrag läuft 24 Monate.
14,90 Euro als unterste Grenze in Brandenburg
Für 2027 ist ein tariflicher Mindestlohn von 14,90 Euro je Stunde vereinbart. Davon profitieren vor allem Beschäftigte in den unteren Entgeltgruppen. Für 2026 liegt der tarifliche Mindestlohn bei 14,20 Euro.
Auszubildende bekommen 40 Euro mehr im Jahr 2026 und weitere 30 Euro ab 2027.
Der Streit um zwei Monate in Brandenburg
Ein Streitpunkt war der Starttermin. Die Arbeitgeber wollten die erste Erhöhung in Berlin und Brandenburg zwei Monate später zahlen als in den übrigen Tarifgebieten. Das ließ sich abwenden: Die 2,9 Prozent greifen auch hier bereits zum 1. August.
„Das ist ein Erfolg, der nur durch den Druck der Streiks möglich wurde“, sagt Franziska Foullong, Verhandlungsführerin von ver.di für den Großhandel. „Gleichzeitig haben wir den tariflichen Mindestlohn von 14,20 Euro für 2026 durchgesetzt und sichern für 2027 mindestens 14,90 Euro pro Stunde.“
Vorausgegangen waren mehrere Warnstreiks, unter anderem im Mai in Brandenburg.
->> Im Mai rief ver.di zu Warnstreiks im Brandenburger Großhandel auf
Im Einzelhandel steht der Abschluss noch aus
Der Tarifabschluss im Großhandel gilt für Berlin und Brandenburg gleichermaßen. Für den Einzelhandel in Berlin und Brandenburg gibt es bislang keine Einigung. Eine Stellungnahme der Arbeitgeberseite zum Großhandelsabschluss lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.
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