Warnstreik im Großhandel trifft Lager und Metro-Märkte
Die Gewerkschaft ver.di hat Beschäftigte des Groß- und Außenhandels in Berlin und Brandenburg für Freitag, den 15. Mai 2026, zu einem eintägigen Warnstreik aufgerufen. Wie ver.di mitteilte, reagiert die Gewerkschaft damit auf den Verlauf der ersten Tarifverhandlungen, bei denen die Arbeitgeber bislang kein Angebot vorgelegt hätten. Vom Warnstreik betroffen sein sollen unter anderem Beschäftigte aus dem Lebensmittel- und Pharmahandel. Dazu zählen laut Gewerkschaft die Edeka-Lagerstandorte, das Rewe-Lager in Oranienburg, das Penny-Lager in Großbeeren, sämtliche Metro-Märkte sowie die Pharmahändler Alliance Healthcare, Phoenix und Sanacorp.
ver.di kritisiert fehlendes Angebot der Arbeitgeber
Nach Angaben der Gewerkschaft leiden viele Beschäftigte unter den gestiegenen Lebenshaltungskosten. Ver.di-Verhandlungsführerin Franziska Foullong erklärte in der Mitteilung, insbesondere Preise für Lebensmittel, Mieten und Kraftstoff würden viele Beschäftigte stark belasten. Laut ver.di arbeiten viele Beschäftigte im Groß- und Außenhandel unter hoher körperlicher Belastung, etwa in Lagerlogistik oder Transport. Gleichzeitig würden viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit vergleichsweise niedrigen Einkommen auskommen müssen. Foullong kritisierte zudem die Perspektive niedriger Renten und forderte bessere Löhne in der Branche.
Forderungen für Beschäftigte im Großhandel
Die Tarifkommissionen von ver.di fordern für die mehr als 53.000 Beschäftigten im Großhandel in Berlin und Brandenburg eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um monatlich 220 Euro. Zusätzlich soll die Ausbildungsvergütung um 200 Euro steigen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll nach Vorstellungen der Gewerkschaft zwölf Monate betragen. Nach Angaben von ver.di erzielte der Groß- und Außenhandel im Jahr 2024 bundesweit einen Gesamtumsatz von rund 1,32 Billionen Euro. Die Gewinne hätten bei rund 44,7 Milliarden Euro gelegen.
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Red. / Presseinformation




