Medizinethik, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz stehen im Mittelpunkt der nächsten „Mittwochsvisite mit Carl Thiem“ an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem. Wie das Uniklinikum mitteilte, spricht am 9. September um 16.30 Uhr der Ärztliche Direktor PD Dr. med. Matthias Lukas Zuchowski im Hörsaal Haus 33. Dabei geht es unter anderem um Vertrauen zwischen Behandelnden und Erkrankten, die Verantwortung medizinischer Fachkräfte sowie die gemeinsame Entscheidungsfindung. Außerdem thematisiert der Vortrag die Genfer Deklaration und die Frage, wie Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll in der Medizin eingesetzt werden kann. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Mittwochsvisite an der MUL-CT startet im September
Die Mittwochsvisite MUL-CT geht nach der Sommerpause weiter. Am Mittwoch, 9. September 2026, spricht PD Dr. med. Matthias Lukas Zuchowski, Ärztlicher Direktor der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem, ab 16.30 Uhr im Hörsaal Haus 33 über das Thema „Medizinethik im Lichte der modernen Medizin und der Digitalisierung im Gesundheitswesen“.
Nach Angaben der MUL-CT stehen dabei grundlegende Fragen der Medizinethik im Mittelpunkt. Zuchowski beschäftigt sich unter anderem damit, wie Vertrauen zwischen Ärztinnen und Ärzten sowie Patientinnen und Patienten entsteht. Außerdem geht es um die Verantwortung medizinischer Fachkräfte in einer zunehmend digitalisierten Gesundheitsversorgung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der gemeinsamen Entscheidungsfindung zwischen Behandelnden und Erkrankten, dem sogenannten Shared Decision Making. Darüber hinaus soll die Genfer Deklaration als modernes ärztliches Gelöbnis thematisiert werden.
Künstliche Intelligenz und Medizinethik im Mittelpunkt
Auch der Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Medizin gehört zum Vortrag. PD Dr. Zuchowski geht laut MUL-CT der Frage nach, wie KI verantwortungsvoll und zum Wohl der Patientinnen und Patienten eingesetzt werden kann. Dabei soll der Vortrag zeigen, welche Orientierung ethische Grundsätze auch angesichts der fortschreitenden Digitalisierung bieten können.
„Die Medizin entwickelt sich mit großer Geschwindigkeit weiter – insbesondere durch die Digitalisierung und den Einsatz Künstlicher Intelligenz“, erklärt Zuchowski in der Pressemitteilung. Gerade deshalb sei es wichtig, ethische Grundsätze nicht aus den Augen zu verlieren. Moderne Medizin brauche nach seinen Worten neben technologischen Innovationen vor allem Vertrauen, Verantwortung und einen respektvollen Dialog zwischen medizinischem Personal sowie Patientinnen und Patienten. Vertrauen bleibt nach Angaben der MUL-CT damit ein zentraler Bestandteil erfolgreicher medizinischer Versorgung. Der Vortrag verbindet diese grundlegenden Fragen mit aktuellen Entwicklungen durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.
Ärztlicher Direktor forscht auch zu Digitalisierung
PD Dr. med. Matthias Lukas Zuchowski ist Arzt und Gesundheitsökonom sowie Ärztlicher Direktor der MUL-CT. Nach Angaben der Universität habilitierte er in den Lehrgebieten Medizinmanagement, Gesundheitsökonomie und Gesundheitswissenschaften. Zu seinen wissenschaftlichen Schwerpunkten gehören Leadership in Gesundheitsorganisationen sowie ethische Fragen der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz in der Medizin. Diese Themen bilden damit auch einen wesentlichen Bestandteil seines Vortrags bei der September-Ausgabe der öffentlichen Veranstaltungsreihe.
Vortragsreihe findet jeden zweiten Mittwoch statt
Mit der Mittwochsvisite MUL-CT informiert die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem regelmäßig über Entwicklungen in Diagnostik, Therapie und Pflege. Chefärztinnen und Chefärzte, Pflegefachkräfte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie weitere Fachleute erläutern dabei nach Angaben der Universität medizinische Zusammenhänge und geben Einblicke in Behandlungsverfahren, die am Universitätsklinikum in Cottbus zum Einsatz kommen. Die Veranstaltungen finden jeweils am zweiten Mittwoch eines Monats um 16.30 Uhr im Hörsaal Haus 33 statt. Der Eingang befindet sich an der Welzower Straße. Nach den Vorträgen stehen die Referentinnen und Referenten für Fragen der Besucher zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist laut MUL-CT nicht erforderlich.
Weitere Gesundheitsthemen folgen im Herbst in Cottbus
Auch für Oktober und November stehen bereits Themen fest. Am 14. Oktober 2026 spricht Prof. Dr. Johannes Beller, Professur für Medizinische Soziologie, über „Gesundheit im sozialen Kontext – Warum Medizin ungleich wirkt“. Am 11. November folgt Prof. Dr. Pavel Strnad, Direktor der 4. Medizinischen Klinik sowie Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie. Seine Mittwochsvisite steht unter der Frage „Wie gesund ist meine Leber?“.
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Red. / Presseinformation




