Niederlausitz Samstag, 02 Oktober 2010 von Helmut Fleischhauer

Hochwasserlage in Brandenburgs Süden stabil

Hochwasserlage in Brandenburgs Süden stabil

Die Hochwasserlage an der Schwarzen Elster hat sich in der Nacht stabil entwickelt. Die weiter hohen Wasserstände und der damit verbundene anhaltend große Druck auf die Deiche erfordert von den Einsätzkräften jedoch weiter höchste Aufmerksamkeit, wie die Koordinierungsgruppe des Landeskatastrophenschutzstabes in Potsdam mitteilte. Auch in der Nacht mussten die Helfer immer wieder Sickerstellen an den Deichen mit Sandsäcken abdichten. Für den Landkreis Elbe-Elster gilt weiter Katastrophenalarm. An Spree und Neiße sanken die Pegel.
An der Schwarzen Elster waren in der Nacht und am Morgen fast 1.400 Helfer im Einsatz. Einsatzschwerpunkte lagen bei den Ortschaften Friedrichsluga, Neudeck und Arnsnesta. Die Einsatzkräfte werden auch am (heutigen) Samstag wieder von zwei Hubschraubern der Bundeswehr vom Typ UH-1D unterstützt. Am Freitag hatten die beiden Maschinen des Hubschraubergeschwaders (HSG) 64 aus Holzdorf von Bad Liebenwerda und Herzberg aus insgesamt 98 Einsätze geflogen, bei denen rund 70 Tonnen Sandsäcke mit Netzcontainern an gefährdeten, schwer zugänglichen Deichabschnitten abgesetzt wurden.
Die Pegelstände der Schwarzen Elster sanken in der Nacht leicht. Es gilt jedoch weiter die Hochwasseralarmstufe 4. Mehrere Straßen im Bereich der Schwarzen Elster sind weiter wegen Hochwassers gesperrt.
An Spree und Neiße hat sich die Lage entspannt. Der Pegel der Spree in Spremberg sank bis zum Morgen (06.00 Uhr) auf 3,44 Meter. Für die Spree zwischen der Landesgrenze zu Sachsen und Spremberg wurde der Hochwasseralarm auf die Stufe 2 zurückgenommen. In Cottbus lag der Spree-Pegel am Morgen (06.00 Uhr) mit konstant 2,22 Meter unterhalb des Wertes für die Alarmstufe 1. Für die Neiße galt auf der gesamten Länge in Brandenburg die Alarmstufe 1 bei weiter sinkenden Wasserständen.
Hochwasser im Landkreis Elbe-Elster - Aktuelle Lage Samstag 9:30 Uhr
Kommentar - Was wäre unsere Gesellschaft ohne die vielen freiwilligen Helfer
Quelle: Ministerium des Innern
Foto: Sammelstelle der Einsatzkräfte in Herzberg, © Klaus-Jürgen Dietze

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