Für das geplante Kupferbergwerk in Spremberg ist ein wichtiger Verfahrensschritt erreicht worden. Die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg hat den sogenannten Untersuchungsrahmen für die Raumverträglichkeitsprüfung festgelegt. Damit ist klar definiert, welche Fragen und Gutachten nun vom Unternehmen Kupferschiefer Lausitz GmbH vorbereitet werden müssen.
Untersuchungsrahmen für Kupferbergwerk festgelegt
Bei der Vorbereitung der Raumverträglichkeitsprüfung für das geplante Kupferbergwerk in Spremberg hat die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg, kurz GL, den Untersuchungsrahmen festgelegt. Dieser Schritt bedeutet, dass die Vorhabensträgerin, die Kupferschiefer Lausitz GmbH, nun auf dieser Grundlage die eigentlichen Verfahrensunterlagen erarbeiten muss. Dazu zählen unter anderem Gutachten und detaillierte Beschreibungen des Vorhabens.
Mit dem Untersuchungsrahmen gibt die GL vor, welche Themen vor der offiziellen Eröffnung des Prüfverfahrens bearbeitet werden müssen. Erst wenn alle geforderten Unterlagen vollständig vorliegen, kann die eigentliche Raumverträglichkeitsprüfung starten.
Diese Punkte müssen jetzt geprüft werden
Zu den zentralen Themen gehören eine genaue Beschreibung der räumlich relevanten Aspekte des geplanten Bergwerks sowie eine Analyse der Auswirkungen auf bestehende und geplante Nutzungen in der Region. Außerdem müssen mögliche Auswirkungen auf Umweltgüter überschlägig geprüft werden.
Weitere Punkte betreffen den Wasserbedarf des Unternehmens, das geplante Wassermanagement sowie mögliche Bodensenkungen durch den untertägigen Abbau und deren Auswirkungen. Diese Fragen sollen in den kommenden Gutachten ausführlich dargestellt werden.
Beteiligung von Behörden und Verbänden
Der Untersuchungsrahmen wurde unter Beteiligung fachlich und räumlich betroffener Stellen erarbeitet. Bereits am 24. November 2025 fand dazu eine Antragskonferenz in Cottbus statt. Dort stellte der Vorhabenträger seine bisherigen Vorschläge vor und erörterte sie mit den beteiligten Stellen. Im Anschluss konnten schriftliche Stellungnahmen eingereicht werden.
Mehr als 20 Organisationen brachten Hinweise ein, darunter der Landesverband anerkannter Naturschutzverbände, das Landesamt für Umwelt, der Landkreis Spree-Neiße, die Stadt Spremberg sowie der Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverband.
Wie es im Verfahren weitergeht
Sobald die Kupferschiefer Lausitz GmbH alle geforderten Unterlagen vorgelegt hat, wird das eigentliche Verfahren eröffnet. Nach Einschätzung der GL ist damit voraussichtlich nicht vor Ende 2026 zu rechnen. Anschließend erhalten Behörden, Kommunen, Verbände sowie die Öffentlichkeit Gelegenheit, sich zu den Prüfunterlagen zu äußern.
Die GL wertet diese Stellungnahmen aus und erstellt eine sogenannte Landesplanerische Beurteilung. Diese stellt das Ergebnis der Raumverträglichkeitsprüfung dar und wird veröffentlicht. Zu allen weiteren Schritten will die GL rechtzeitig informieren.
Hintergrund zum geplanten Bergwerk
Die Kupferschiefer Lausitz GmbH plant im Umfeld von Spremberg/Grodk im Landkreis Spree-Neiße ein Bergwerk mit Aufbereitungsanlagen zur Gewinnung von Kupfer. Vorgesehen ist ein untertägiger Abbau von Kupfererz in den Abbaufeldern Spremberg/Grodk und Graustein.
Die Raumverträglichkeitsprüfung ist dem eigentlichen bergrechtlichen Genehmigungsverfahren vorgeschaltet. Dieses würde anschließend vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe geführt. Erst in diesem späteren Verfahren stehen die technischen Zulassungsfragen im Mittelpunkt.
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Red. / Presseinformation






