Das Land Brandenburg investiert 1,23 Millionen Euro aus Strukturstärkungsmitteln in die Umfeldgestaltung der Landmarke „Rostiger Nagel“ am Sedlitzer See. Das geht aus einer Mitteilung des Landkreises Oberspreewald-Lausitz hervor.
Ministerin übergibt Förderbescheid in Großkoschen
Die Ministerin und Chefin der Staatskanzlei des Landes Brandenburg, Kathrin Schneider, hat den Zuwendungsbescheid am 15. Januar im Senftenberger Ortsteil Großkoschen übergeben. Empfänger war der Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg, Detlev Wurzler. An der Übergabe nahmen auch OSL-Landrat Siegurd Heinze und LMBV-Geschäftsführer Bernd Sablotny teil.
Schneider bezeichnete den Aussichtsturm als „Wahrzeichen des Landschaftswandels in der Lausitz“. Das Projekt ist Teil eines Großvorhabens zur Entwicklung von Flächen rund um die Gewässer im Lausitzer Seenland mit einem Gesamtvolumen von mehr als 26 Millionen Euro, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht.
Drei Baubereiche rund um den Aussichtsturm
Die Neugestaltung gliedert sich laut Zweckverband in drei Baubereiche. Im ersten Abschnitt entstehen rund 40 Parkplätze für Autos sowie zwei Stellplätze und eine Wendeschleife für Reisebusse. Der zweite Baubereich liegt zwischen dem vorhandenen Imbiss und dem Aussichtsturm. Dort sollen Spiel- und Bewegungsangebote zum Rutschen, Klettern und Balancieren entstehen. Hinzu kommen Sitzgelegenheiten, Informationstafeln und zusätzliche Fahrradstellplätze.
Im dritten Baubereich wird die vorhandene Steganlage erweitert. An den von der LMBV errichteten Schiffsanleger sollen fünf sogenannte Fingerstege angebaut werden, um das Anlegen kleinerer Boote zu ermöglichen. Außerdem führt eine neue Freitreppe zum Wasser, und der Radweg „Alte Sornoer Straße“ wird ins Radwegenetz integriert.
Fertigstellung bis Ostern 2026 geplant
Die Umgestaltung soll laut Zweckverband bis Ostern 2026 abgeschlossen sein. Die Landmarke am Sedlitzer See verzeichnete im Jahr 2025 rund 144.000 Besucher, wie die LMBV mitteilte. Aufgrund der laufenden Baumaßnahmen kann es nach Angaben des Tourismusverbandes bis Ostern zu kurzfristigen Einschränkungen kommen.
Der knapp 30 Meter hohe Aussichtsturm aus rostrotem Cortenstahl steht an der Mündung des Sornoer Kanals in den Sedlitzer See. Er gilt als eines der bekanntesten Wahrzeichen des Lausitzer Seenlandes und bietet einen Rundblick auf die Seenlandschaft mit Sedlitzer See, Geierswalder See und Partwitzer See.
Vorbereitung auf die Seenverbund-Eröffnung
Die Investition steht im Zusammenhang mit der für 2026 geplanten Eröffnung des Lausitzer Seenverbunds. Der Sedlitzer See soll laut LMBV Anfang Mai für die Schifffahrt und den Gemeingebrauch freigegeben werden. Die Marina Sedlitz soll dann erstmals in Nutzung gehen. Der Seenverbund über die Kanäle soll ab dem 29. Juni 2026 befahrbar sein. (Niederlausitz aktuell berichtete)
OSL-Landrat und Verbandsvorsitzender Siegurd Heinze betonte, die Förderung komme zum richtigen Zeitpunkt, da der Sedlitzer See in diesem Jahr im Mittelpunkt des Sanierungsgeschehens stehe. Parallel zur Umfeldgestaltung errichtet die LMBV unweit der Landmarke eine Anlandestelle im Zuge der schifffahrtstechnischen Ausrüstung des Sornoer Kanals.
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