Prof. Dr. Anke Steinmetz beginnt am 1. August als Chefärztin am Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke Guben. Dort soll sie die fachübergreifende Frührehabilitation aufbauen, teilte das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin mit. Das Angebot richtet sich an schwer erkrankte Menschen, deren Rehabilitation bereits während der Krankenhausbehandlung beginnen soll.
Neue Chefärztin baut Frührehabilitation auf
Das Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke Guben erweitert seinen medizinischen Behandlungsbereich. Wie das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin in einer Pressemitteilung erklärte, übernimmt Prof. Dr. med. Anke Steinmetz am 1. August die Aufgabe als Chefärztin. Die 54-Jährige soll die Frührehabilitation in Guben fachübergreifend aufbauen. Steinmetz ist Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin. Für ihre neue Tätigkeit bringt sie nach Angaben des Diakonissenhauses langjährige Erfahrungen in der multimodalen Schmerztherapie, der Rehabilitationsmedizin und der Behandlung von Post-COVID-Patientinnen und -Patienten mit. Diese Kenntnisse sammelte sie unter anderem an der Universitätsmedizin Greifswald. Das Krankenhaus hatte Steinmetz bereits Anfang Juli im Rahmen eines Ärztestammtisches vorgestellt. Auf der Internetseite des Diakoniekrankenhauses Naëmi Wilke hieß es, dass sie ab August den Bereich Akut- und Frührehabilitation verantworten werde.
Rehabilitation beginnt schon im Krankenhaus
Das Konzept der Frührehabilitation richtet sich laut Pressemitteilung an schwer kranke Patientinnen und Patienten mit mehreren gesundheitlichen Komplikationen. Es soll dazu beitragen, bleibende Folgeschäden möglichst zu vermeiden. Ein entsprechender Bedarf kann beispielsweise nach größeren Herzoperationen, komplizierten Knochenbrüchen oder längeren Aufenthalten auf einer Intensivstation aufgrund einer Sepsis bestehen. Anders als bei einer späteren stationären oder ambulanten Rehabilitation beginnt die Behandlung in diesen Fällen bereits während des Krankenhausaufenthaltes. Die medizinische Versorgung und die rehabilitativen Maßnahmen laufen deshalb parallel. Dabei arbeiten verschiedene ärztliche Fachrichtungen eng zusammen.
Darüber hinaus beteiligen sich Fachkräfte aus der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Auch die Pflege und der Sozialdienst gehören zum Behandlungsteam. Gemeinsam sollen sie die Patientinnen und Patienten entsprechend ihrer individuellen körperlichen und gesundheitlichen Möglichkeiten fördern und fordern. Dadurch sollen möglichst viele Fähigkeiten erhalten bleiben. Welche Maßnahmen möglich sind, richtet sich jedoch nach dem jeweiligen Krankheitsbild und dem Zustand der betroffenen Person. Die Frührehabilitation ergänzt damit die eigentliche Krankenhausbehandlung, anstatt erst nach deren Abschluss einzusetzen.
Vernetzung für Frührehabilitation in Guben
Damit künftig mehr Menschen die Möglichkeiten der Frührehabilitation in Guben nutzen können, möchte sich Steinmetz nach Angaben des Diakonissenhauses möglichst schnell mit medizinischen Einrichtungen und weiteren Akteuren in der Region vernetzen. Dazu zählen die umliegenden Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen und niedergelassenen Arztpraxen. Außerdem soll die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem in Cottbus zu den regionalen Ansprechpartnern gehören. Durch diese Kontakte sollen die beteiligten Einrichtungen ihre Angebote miteinander abstimmen und geeignete Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten entwickeln.
Steinmetz sieht in dem neuen Bereich die Möglichkeit, die Versorgung nach schweren Erkrankungen und Unfällen weiterzuentwickeln. „Wir haben hier wirklich eine Chance, die Patientenversorgung erheblich zu verbessern und gerade für jüngere Menschen langfristige Einschränkungen der Lebensqualität zu vermeiden. Im Idealfall profitiert ja überdies auch die ganze Gesellschaft, wenn nach einer Erkrankung oder einem Unfall die Betroffenen rasch wieder in ihren Alltag und den Beruf zurückkehren können.“ Mit ihrem Dienstbeginn am 1. August übernimmt Steinmetz nun den Aufbau des neuen medizinischen Behandlungsbereiches. Im Mittelpunkt steht dabei nach Angaben des Diakonissenhauses die fachübergreifende Zusammenarbeit während der laufenden Krankenhausbehandlung.
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Red. / Presseinformation
Bild: Diakonissenhaus Teltow




