Beim Kinder-Lebens-Lauf in Burg (Spreewald) haben am Sonntag rund 120 Motorräder die „Engelsfackel“ nach Forst begleitet. Die Fackel soll auf lebensverkürzende Erkrankungen von Kindern aufmerksam machen. Gestartet wurde am Festplatz, unweit des Johanniter-Kinderhauses „Pusteblume“.
Kinder-Lebens-Lauf in Burg startet am Festplatz
Zum nahen Ende der Motorradsaison waren Bikerinnen und Biker zu einer gemeinsamen Ausfahrt eingeladen. Treffpunkt war der Festplatz Am Hafen in Burg. Von dort führte die Route über Teichland nach Forst. An Bord der Biker-Karawane war die „Engelsfackel“, die den Kinder-Lebens-Lauf begleitet. Unter den rund 120 Maschinen waren Motorräder aller Typen und Fabrikate, dazu Trikes und Gespanne.
Der Kinder-Lebens-Lauf ist eine Kampagne des Bundesverbands Kinderhospiz. Sie soll auf die Lage schwer kranker Kinder und ihrer Familien sowie auf die Kinderhospizarbeit aufmerksam machen. In der Lausitz sind zwei Einrichtungen der Johanniter in Südbrandenburg dabei: das Kinderhaus „Pusteblume“ in Burg und der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst in Cottbus.

Warum die Biker in Burg für die Pusteblume fahren
Burg war deshalb der Startpunkt, weil unweit des Festplatzes seit 2020 das stationäre Kinder- und Jugendhospiz „Pusteblume“ besteht. Dessen Leiterin Daniela Konzack erklärte das Motiv der letzten Ausfahrt der Saison 2026 so: „Echter Zusammenhalt zeigt sich nicht nur auf der Straße, sondern besonders dann, wenn wir unsere Stärke für andere einsetzen.“
„Gemeinsam begleiten wir die Engelsfackel, das Symbol für Licht, Schutz und Hoffnung, auf dem Motorrad zum ambulanten Kinderhospizdienst nach Cottbus“, sagte Konzack. „Wir fahren für Kinder und Familien, deren Leben von schwerer Krankheit geprägt ist.“ Alle zwei Jahre wandert die Fackel nach ihren Worten über rund 7.000 Kilometer von Einrichtung zu Einrichtung. Getragen werde sie von Menschen unterschiedlichster Herkunft und ganz bewusst auch von Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern.
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Im Gespräch mit Niederlausitz aktuell zeigte sich Konzack überrascht, wie viele Biker sich auf den Weg gemacht hatten. Gemeinsam setzten sie ein Zeichen für die Kinderhospizarbeit, sagte sie. Damit stünden sie hinter den Familien, die ihren schwer kranken und zum Teil lebensverkürzt erkrankten Kindern jeden Tag den Alltag ermöglichen.
Biker aus Berlin, Potsdam und Sachsen fahren mit
Die Teilnehmenden kamen nicht nur aus Burg, dem Spreewald und Cottbus. Auch aus Berlin, Potsdam, Finsterwalde und dem angrenzenden Sachsen waren Motorradfahrer nach Burg gekommen. Private Biker waren dabei in der Überzahl, außerdem gingen mehrere Motorradclubs an den Start.
Einer davon ist der Yellow Knights MC, eine Gemeinschaft motorradfahrender Menschen aus medizinischen, pflegerischen und sozialen Berufen. „Wir sind medizinische Fachkräfte und Rettungskräfte auf Motorrädern“, sagte der derzeitige Vizepräsident Rouven Samson, dessen Gruppe aus Zossen angereist war. Die Teilnahme sei für den Club deshalb eine Herzensangelegenheit, zumal die Mitglieder die Veranstalterin sehr gut kennen würden.
Mit dem Kinderhaus ist der Club nach Samsons Worten schon länger verbunden. So seien die Yellow Knights bereits bei der Eröffnung der „Pusteblume“ dabei gewesen und hätten im vergangenen Jahr eine Spendenaktion organisiert. Für die Ausfahrt hätten sie zudem kräftig die Werbetrommel gerührt und aus den eigenen Reihen knapp 30 Biker zusammengebracht.
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Red. / Georg Zielonkowski
Fotos: Georg Zielonkowski










