Bauchschmerzen, Albträume oder Rückzug können Zeichen sein, dass ein Kind seelisch belastet ist. Die Erziehungs- und Familienberatungsstelle der Naëmi-Wilke-Stiftung in Forst erklärt, worauf Eltern achten können und wann ein Gespräch in der Erziehungsberatung hilft.
Kinder zeigen seelischen Druck oft über den Körper
Zur Woche der seelischen Gesundheit hat NIEDERLAUSITZ aktuell die Erziehungsberaterinnen Sabine Zerbe und Annett Schröter von der Erziehungs- und Familienberatungsstelle der Naëmi-Wilke-Stiftung in Forst gefragt, wie Eltern eine seelische Belastung ihres Kindes erkennen. Meist zeige sie sich an plötzlichen oder anhaltenden Veränderungen im Verhalten, sagen die beiden. Kinder könnten ihre Sorgen und Ängste oft noch nicht in Worte fassen. Der Druck äußere sich deshalb häufig über den Körper. Das Kind klagt dann etwa regelmäßig über Kopf- oder Bauchschmerzen oder Übelkeit, schläft schlecht ein, wacht nachts auf oder hat Albträume.
Auf der Gefühlsebene können verstärkte Ängste oder anhaltende Traurigkeit Hinweise sein, im Umgang mit anderen starke Unruhe, schlechtere Schulnoten oder Rückzug. Nicht jede schlechte Phase bedeute aber gleich eine psychische Krise, betonen die Beraterinnen. Um die Lage besser einschätzen zu können, helfe ein Gespräch in einer Erziehungs- und Familienberatungsstelle.
Trennung und Schulprobleme führen Familien in die Beratung
Am häufigsten kommen nach Angaben der Beraterinnen Familien, die nach einer Trennung oder Scheidung Schwierigkeiten haben. Zuletzt melden sich auch wieder etwas häufiger Eltern, deren Kinder Probleme in der Schule haben. In den Gesprächen schaut das Team, in welchem Zusammenhang die Belastung auftritt. Es arbeite ressourcenorientiert, setze also bei dem an, was in der Familie gut funktioniert, und überlege gemeinsam mit den Eltern, wie es weitergehen kann. Braucht ein Kind speziellere Hilfe, empfiehlt die Erziehungsberatung eine Psychotherapie oder Beratungsstellen und Angebote zu bestimmten Themen.
Wartezeiten bei der Erziehungsberatung in Forst
Viele Familien melden sich selbst an. Immer öfter empfehlen aber auch das Jugendamt, Kitas oder Schulen den Weg in die Erziehungsberatung. Meist gibt es Wartezeiten. Wer einen Termin am Vormittag einrichten kann, bekommt nach Angaben der Beratungsstelle leichter einen.
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Red. / Presseinformation














