In Wahrenbrück im Landkreis Elbe-Elster beginnt am Montag der Bau einer Behelfsbrücke über die Schwarze Elster. Wie der Landesbetrieb Straßenwesen mitteilte, soll die knapp 70 Meter lange Konstruktion voraussichtlich im November fertig sein und Fußgängern sowie Radfahrern während des geplanten Brückenneubaus als Verbindung dienen. Die bestehende Straßenbrücke aus dem Jahr 1970 ist seit April wegen zunehmender Schäden für den Fahrzeugverkehr gesperrt und nur noch eingeschränkt passierbar. Der Ersatzneubau soll bis Ende 2027 fertiggestellt werden.
Behelfsbrücke in Wahrenbrück soll im November fertig sein
Ab Montag, 19. Oktober 2026, errichtet der Landesbetrieb Straßenwesen eine vorübergehende Brücke über die Schwarze Elster im Verlauf der Landesstraße L 65 in Wahrenbrück. Die Arbeiten sollen nach aktueller Planung im November abgeschlossen sein. Die neue Querung ist ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer vorgesehen und soll ihre Verbindung über den Fluss bis zur Fertigstellung der neuen Straßenbrücke sichern.
Von besonderer Bedeutung ist die Querung für die Erreichbarkeit der Kindertagesstätte und des Pflegeparks. Diese Wege sollen während der weiteren Bauarbeiten erhalten bleiben. Die Behelfsbrücke übernimmt damit eine wichtige Funktion für den örtlichen Fuß- und Radverkehr, während der Landesbetrieb den Ersatz des bisherigen Bauwerks vorbereitet.
Knapp 70 Meter lange Brücke mit Stahlkonstruktion
Die geplante Behelfsbrücke wird knapp 70 Meter lang und verfügt zwischen den Geländern über eine nutzbare Breite von 2,50 Metern. Ihr mittlerer Abschnitt misst etwa 58 Meter und besteht aus einer Stahlfachwerkkonstruktion. Für die Montage setzen die Bauarbeiter die einzelnen Brückenelemente zunächst vor Ort zusammen. Anschließend hebt ein Kran die vormontierten Teile an ihre vorgesehene Position. Der Landesbetrieb Straßenwesen teilte mit, dass Bau, Nutzung und späterer Rückbau der Behelfsbrücke keinen Einfluss auf die Nutzung der Schwarzen Elster haben sollen. Auch das Deichvorland bleibt weiterhin für notwendige Pflege- und Kontrollarbeiten zugänglich. Damit berücksichtigt die Planung neben der Fuß- und Radwegverbindung auch die Anforderungen an die Unterhaltung des Gewässers und seiner angrenzenden Flächen.
Schäden an der Brücke führten im April zur Sperrung
Hintergrund des Neubaus ist der Zustand der bisherigen Straßenbrücke, die aus dem Jahr 1970 stammt. Wegen fortschreitender Schäden musste der Landesbetrieb das Bauwerk im April 2026 zunächst vollständig sperren. Die Maßnahme betraf auch den Fuß- und Radverkehr. Nach weiteren Prüfungen konnte der Landesbetrieb die Querung Anfang Juni für Fußgänger und Radfahrer wieder freigeben. Dafür steht derzeit lediglich ein schmaler Streifen von 1,25 Metern Breite zur Verfügung. Für den Fahrzeugverkehr bleibt die Brücke gesperrt. Bereits vor der Vollsperrung hatte der Landesbetrieb die zulässige Belastung des Bauwerks eingeschränkt. Da die Schäden nach Angaben der Straßenbaubehörde weiter zunehmen, hat die möglichst schnelle Inbetriebnahme der Behelfsbrücke eine hohe Priorität. Sie soll die Abhängigkeit des Fuß- und Radverkehrs von der beschädigten Bestandsbrücke beenden.
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Parallel zum Aufbau der vorübergehenden Querung laufen die Planungen für den Ersatzneubau der Straßenbrücke über die Schwarze Elster. Der Landesbetrieb Straßenwesen hält an seinem bisherigen Zeitplan fest und strebt weiterhin eine Fertigstellung bis Ende 2027 an. Bei der Vorbereitung der Behelfsbrücke arbeiteten nach Angaben der Behörde insbesondere der Landkreis Elbe-Elster und die Verbandsgemeinde Liebenwerda eng mit dem Landesbetrieb zusammen. Diese Abstimmung habe eine zügige Planung ermöglicht. Der Landesbetrieb bedankt sich bei den Einwohnern von Wahrenbrück und der Umgebung für ihre Geduld angesichts der bisherigen Einschränkungen. Mit dem für November vorgesehenen Abschluss der Behelfsbrücke soll zunächst die Fuß- und Radwegverbindung gesichert sein, während die Planungen für das neue Straßenbauwerk weiterlaufen.
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