Wie lebt es sich in einer alternden Region gut? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Transferinitiative AlterPerimentale der BTU Cottbus-Senftenberg – und sie darf weitermachen. Der Bund verlängert die Förderung um drei Jahre bis 2030, wie die Universität mitteilt.
Zwischenbegutachtung bestanden
Vorausgegangen war eine Zwischenbegutachtung, die das Verbundprojekt erfolgreich absolvierte. Die Anschlussförderung läuft über die Förderlinie T!Raum des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt.
Damit erhält ein Vorhaben Rückenwind, das die BTU gemeinsam mit der Hochschule Zittau/Görlitz betreibt. Beide Häuser arbeiten dabei hochschulübergreifend in der Region zusammen.
Neue Themen: Einsamkeit, Mobilität, digitale Teilhabe
Inhaltlich soll die zweite Förderperiode das Erreichte sichern und ausbauen. Die sogenannten Praxisforschungsstellen werden als Orte der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis gestärkt. Zugleich starten neue Werkstattprojekte.
Diese widmen sich Themen wie Einsamkeit, Mobilität oder digitaler Teilhabe – Fragen also, die in einer Region mit sinkender Bevölkerungszahl und weiten Wegen besonders drängen.
Transferinitiative AlterPerimentale forscht mit Betroffenen
Projektleiterin ist BTU-Professorin Dr. Alexandra Retkowski. „Wir freuen uns sehr über die Fortsetzung unserer Arbeit“, sagt sie. Die zweite Förderperiode gebe die Möglichkeit, die aufgebauten Strukturen und Netzwerke zu verstetigen und gemeinsam mit den Partnern vor Ort weiterzuentwickeln.
Besonders hebt Retkowski den methodischen Ansatz hervor: „Besonders freut mich, dass unser Ansatz, gemeinsam mit den Menschen vor Ort zu forschen, erneut überzeugen konnte.“ Das sei vor allem ein Erfolg derjenigen, die sich in den Praxisforschungsstellen und Werkstattprojekten engagieren.
Warum das für die Lausitz zählt
Die Lausitz gehört zu den Regionen, in denen der Altersdurchschnitt seit Jahren steigt. Angebote für ältere Menschen, tragfähige Nachbarschaften und erreichbare Versorgung sind deshalb keine Randthemen, sondern Kernfragen des Strukturwandels.
Dass der Bund die Förderung bis 2030 verlängert, verschafft den beteiligten Einrichtungen dafür Planungssicherheit über mehrere Jahre. Gerade bei Projekten, die auf langfristige Beziehungen zu Vereinen, Kommunen und Einrichtungen setzen, ist das keine Nebensache.
Ausführliche Informationen zum Projekt stellt die BTU auf ihrer Nachrichtenseite bereit. Dort finden sich auch Angaben zu den einzelnen Praxisforschungsstellen und den beteiligten Partnern vor Ort.
Foto: BTU Cottbus-Senftenberg (Symbolbild)
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Red. / Presseinformation





