Die Oberschule „An der Schanze“ in Luckau soll ab dem Schuljahr 2027/2028 in der Regel nur noch drei siebte Klassen aufnehmen. Darüber entscheiden die Stadtverordneten am Donnerstag, 15. Oktober. Außerdem geht es um die Förderung neuer Ärzte und undichte Dachfenster an der Grundschule.
Oberschule in Luckau soll dreizügig werden
Laut Beschlussvorlage soll die Oberschule künftig im Regelfall drei Klassen je neuem Jahrgang bilden. In begründeten Ausnahmen könnte die Stadt als Schulträgerin im Einvernehmen mit der Schulleitung eine vierte Klasse zulassen, laut Vorlage etwa zur Wahrung der regionalen Kooperation oder bei unvorhersehbarem Bedarf. Die bisherige Regelung stammt aus dem Jahr 1998, damals noch für die Gesamtschule Luckau, und soll aufgehoben werden.
Die Stadt begründet den Schritt vor allem mit Raummangel. Die Schule arbeitet als Ganztagsschule und braucht dafür zusätzliche Räume. Außerdem verweist die Vorlage auf das Sozialprofil der Schülerschaft und das Startchancen-Programm: Kleinere Lerngruppen sollen helfen, den höheren Förderbedarf aufzufangen.
Förderung für neue Ärzte soll 2027 pausieren
Seit 2021 unterstützt Luckau Ärztinnen und Ärzte, die sich in der Stadt niederlassen oder eine Praxis übernehmen, mit bis zu 10.000 Euro. Diese Förderung soll im Jahr 2027 ausgesetzt werden, das Geld wird im Haushalt nicht eingeplant. Laut Vorlage gab es seit 2021 nur zwei Bewilligungen, 2022 und 2023. Die Stadt verweist zudem darauf, dass die Kassenärztliche Vereinigung Niederlassungen steuert und eigene Förderprogramme hat. Ursprünglich sollte die Richtlinie ganz aufgehoben werden, der Hauptausschuss änderte das in eine Aussetzung.
220.000 Euro für Dachfenster der Grundschule
An der Grundschule „Rosa Luxemburg“ sollen alle 38 Dachfenster auf der Nordseite des Südflügels erneuert werden. Die Fenster stammen von 1994, bei starkem Regen dringt laut Vorlage weiter Wasser ein. Geplant war zunächst nur ein erster Abschnitt mit acht Fenstern. Weil Gerüst und Baustelle unabhängig von der Zahl der Fenster anfallen, soll nun alles auf einmal passieren. Die Kosten werden auf 220.000 Euro geschätzt, 159.000 Euro davon müssen zusätzlich bewilligt werden.
Weitere Themen nach der Oberschule und den Ärzten
Für das Jahr 2025 sollen nachträglich rund 128.500 Euro Personalkosten bewilligt werden, vor allem wegen der Tariferhöhung. Gedeckt wird das über Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer. Für die energetische Sanierung des Schloßbergs sollen weitere 80.000 Euro in Gutachten und Planungen fließen, unter anderem für ein Rissmonitoring, nachdem bei einer Begehung im Juli teils ausgeprägte Risse in Wänden entdeckt wurden. Das Projekt hat bei der Verwendung des Sondervermögens laut Vorlage höchste Priorität.
Bei der Schulsozialarbeit an der Grundschule soll der städtisch finanzierte Anteil ab März 2027 von 0,25 auf 0,05 Stellen sinken. Außerdem stehen eine Satzung zum Niederschlagswasser, der Agri-Photovoltaikpark Karche/Kreblitz und die Wahl des Stadtwehrführers auf der Tagesordnung. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Rathaus Luckau, Am Markt 34. Die Unterlagen stehen im Ratsinformationssystem der Stadt.
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