Ein Bildschirm der Ausstellung „Cottbus: Ein Bahnhof der Erinnerung. Deportationen und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ im Cottbuser Hauptbahnhof ist beschädigt worden. Nach Angaben des Menschenrechtszentrums Cottbus wurde das Display mit einem harten Gegenstand zerstört und ist nicht mehr nutzbar. Die Bundespolizei hat aufgrund des Tatorts im Bahnhof Ermittlungen aufgenommen. Das Motiv der bislang unbekannten Täter ist nach Angaben des Vereins derzeit unklar.
Menschenrechtszentrum meldet Schaden an Ausstellung zum NS-Unrecht
Nach Angaben des Menschenrechtszentrums Cottbus e. V. haben Unbekannte einen Bildschirm der Ausstellung „Cottbus: Ein Bahnhof der Erinnerung. Deportationen und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ im Cottbuser Hauptbahnhof beschädigt. Das Display sei nach ersten Erkenntnissen mit einem harten Gegenstand zertrümmert worden und könne nicht mehr genutzt werden.
„Der Bildschirm wurde offenbar gezielt mit großer Gewalt zerstört. Damit wurde ein wichtiger Bestandteil unserer Ausstellung unbrauchbar gemacht. Die Installation erinnert an Menschen, die von Cottbus aus deportiert wurden und unter der nationalsozialistischen Verfolgung leiden mussten. Ein solcher Angriff trifft deshalb weit mehr als ein technisches Gerät. Wir hoffen, dass die Tat schnell aufgeklärt wird“, erklärte Heide Schinowsky, Geschäftsführerin des Menschenrechtszentrums Cottbus, in der Pressemitteilung des Vereins.
Wie das Menschenrechtszentrum weiter mitteilte, haben Mitarbeitende den Schaden bereits begutachtet. Der Bildschirm sei vollständig unbrauchbar. Der Verein prüfe derzeit, ob kurzfristig ein Ersatzgerät beschafft werden kann, damit die Medieninstallation wieder in Betrieb geht.
Bundespolizei ermittelt nach Beschädigung
Nach Angaben des Menschenrechtszentrums sind Herkunft und Motiv der Täter bislang unbekannt. Auch ob ein Zusammenhang mit früheren rechtsgerichteten Angriffen besteht, sei derzeit offen. Aufgrund des Tatorts im Hauptbahnhof habe die Bundespolizei die Ermittlungen übernommen.
Die digitale Medieninstallation orientiert sich an einer historischen Abfahrtstafel und informiert über Namen, Schicksale sowie Ziele der Deportationen der Cottbuser jüdischen Bevölkerung. Darüber hinaus thematisiert die Ausstellung Transporte zum und vom Frauenzuchthaus Cottbus sowie die Zwangsarbeit während der Zeit des Nationalsozialismus.
Polizeimeldungen aus Cottbus:
Cottbus: Am Montag wurde der Polizei zur Mittagszeit ein Verkehrsunfall angezeigt, der sich auf einem Parkplatz in der Wernerstraße ereignet hatte. Beim Ausparken hatte Zeugenaussagen zufolge ein PKW MAZDA offenbar mehrfach einen FIAT angestoßen, was einige tausend Euro Sachschaden zur Folge hatte. Verletzt wurde niemand, aber da der Verursacher nach einem kurzen Halt seine Tour fortsetzte, ohne den Unfall aufnehmen zu lassen, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes der Unfallflucht eingeleitet.
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Red. / Presseinformation




