Wie lassen sich erste Anzeichen einer Demenz erkennen, welche Möglichkeiten der Vorbeugung gibt es und wo finden Angehörige Unterstützung? Genau um diese Fragen geht es am 25. September an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem in Cottbus. Wie das Uniklinikum mitteilte, können Interessierte von 14 bis 18 Uhr zu einem Demenz-Aktionstag mit Informationsständen, Beratung und mehreren kurzen Fachvorträgen vorbeischauen. Der Besuch ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.
Demenz-Aktionstag bietet Beratung vor Ort
Der Aktionstag findet im Rahmen der bundesweiten „Woche der Demenz“ statt, die am 21. September mit dem Weltalzheimertag beginnt. Eingeladen haben der Vorstandsvorsitzende der MUL-CT, Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, und Pflegevorständin Andrea Stewig-Nitschke. Im Mittelpunkt stehen Menschen mit Demenz ebenso wie deren Familien, Angehörige und weitere Interessierte. Von 14 bis 18 Uhr präsentieren regionale Kooperationspartner im Foyer am Haupteingang der MUL-CT in der Leipziger Straße verschiedene Beratungs- und Unterstützungsangebote. Nach Angaben der Universität reicht das Spektrum von sogenannten Demenzboxen und Alltagshelfern über Beratungsangebote bis hin zu Nachbarschaftshilfe und Möglichkeiten zur Entlastung pflegender Angehöriger. Zu den beteiligten Partnern gehören unter anderem der Pflegestützpunkt Cottbus, das Sanitätshaus Zimmermann, der Gerontopsychiatrische Verbund, die Freiwilligenagentur, das Diakonische Werk NL und die Malteser. Außerdem beteiligen sich das Partnerprogramm „Pflege in Familien fördern“ (PfiFf), die Academy of Music sowie die Demenzbeauftragte der MUL-CT, Christin Sallmon.
Drei Vorträge greifen zentrale Demenzfragen auf
Zusätzlich zu den Informationsständen ist eine „Sondervisite“ mit drei Impulsvorträgen geplant. Diese finden zwischen 14:30 und 17:30 Uhr im Konferenzsaal im Untergeschoss von Haus 62 statt. Jeder Vortrag dauert etwa 15 bis 20 Minuten und wird im Laufe des Nachmittags zweimal angeboten. Den Auftakt macht Christin Sallmon mit dem Vortrag „Vergessen, Verwechseln, Verlieren – Wann wird es auffällig?“. Dabei soll es darum gehen, welche Veränderungen im Alltag noch normal sein können und wann ein genauerer Blick oder Unterstützung sinnvoll sein kann. Der Vortrag beginnt um 14:30 Uhr und wird um 16 Uhr wiederholt.
Um 15 Uhr und 16:30 Uhr geht es anschließend um die Frage „Was können wir tun, um Demenz vorzubeugen?“. Astrid Lämn von der Geschäftsstelle Nationale Demenzstrategie am Deutschen Zentrum für Altersfragen in Berlin beleuchtet das Thema Demenzprävention aus wissenschaftlicher Perspektive. Laut MUL-CT soll sie dabei besonders praxisnahe und für die Allgemeinbevölkerung relevante Aspekte aufgreifen.
Pflegende Angehörige stehen ebenfalls im Fokus
Der dritte Vortrag richtet den Blick auf die Situation pflegender Angehöriger. Unter dem Titel „Mein Angehöriger hat Demenz – und wo bleibe ich?“ spricht Dr. Lena Sasse, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur der Soziologie der MUL-CT, über die Belastungen von Menschen, die Angehörige mit Demenz pflegen. Vorgesehen sind Einblicke in aktuelle Forschungserkenntnisse sowie Möglichkeiten zur Entlastung und Belastungsreduktion. Die Vorträge beginnen um 15:30 Uhr und 17 Uhr. Nach Angaben von Demenzbeauftragter Christin Sallmon betrifft eine Demenzerkrankung nicht nur die erkrankte Person selbst, sondern ebenso Familien und das soziale Umfeld. Mit dem Aktionstag wolle die Universität deshalb Informationen und Austausch ermöglichen sowie zeigen, welche Ansprechpartner und konkreten Unterstützungsangebote es gibt.
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Auch Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel verweist auf die Unterstützungsmöglichkeiten in Cottbus und der Lausitz. Der Aktionstag solle nach seinen Angaben zeigen, dass Betroffene mit den Herausforderungen nicht allein bleiben müssen. Pflegevorständin Andrea Stewig-Nitschke betont zudem die Möglichkeit, unkompliziert mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen und individuelle Fragen zu stellen. Der Demenz-Aktionstag an der MUL-CT findet am Freitag, 25. September 2026, statt. Die Informationsstände im Foyer sind von 14 bis 18 Uhr geöffnet, die Impulsvorträge laufen von 14:30 bis 17:30 Uhr in Haus 62. Nach Angaben der MUL-CT sind sowohl der Besuch des Aktionstages als auch die Teilnahme an der Sondervisite kostenlos und ohne Anmeldung möglich.
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Red. / Presseinformation




