Trauer im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec: Die sechsjährige Rote-Panda-Mutter Zayah ist überraschend gestorben. Der Tod kam für das Team völlig unerwartet – noch vor vier Wochen hatte der Tierpark bei einer Gesundheitskontrolle über die gute Entwicklung der diesjährigen Panda-Zwillinge berichtet.Wie plötzlich der Verlust eintrat, schildert Kuratorin Catrin Hammer: „Kameraaufzeichnungen zeigten, dass Zayah um 13.30 Uhr noch munter im Gehege herumlief – eine halbe Stunde später war sie tot.“ Der Tierkörper wurde umgehend zur Obduktion ins Landesuntersuchungsamt nach Dresden gebracht. Eine konkrete Todesursache ergaben die ersten Untersuchungen bislang nicht; es besteht allerdings der Verdacht einer akuten Virusinfektion.
Sorge gilt nun den beiden Welpen
Während die Todesursache weiter untersucht wird, konzentriert sich das Team auf die Aufzucht der beiden verwaisten Panda-Welpen. Die Aufgabe ist heikel: „Mit drei Monaten beginnen die Welpen erst allmählich, feste Nahrung auszuprobieren – noch sind sie von den Milchmahlzeiten abhängig“, erklärt Hammer. Eine Flaschenfütterung kommt wegen der Gefahr einer Lungenentzündung durch verschluckte Milch nicht infrage.
Die Tierpfleger behelfen sich daher mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl: Nach einigen Versuchen nimmt das Weibchen Nishu den Milchaustauscher vom Löffel an, ihr Bruder Kiran frisst Brei vom Pinsel. Auch andere Futtermittel – vor allem Bambus – werden angeboten; das Interesse daran ist noch gering, doch beide Jungtiere nehmen derzeit an Gewicht zu. Der Tierpark hofft nun, dass es dabei bleibt und keine Komplikationen bei der weiteren Aufzucht auftreten.
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