Die beiden historischen Schinkel-Kandelaber an der westlichen Schlossterrasse in Branitz haben ihre markanten Laternenaufsätze und reich verzierten Postamente zurückerhalten. Wie die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz mitteilte, wurden die historischen Laternenaufsätze anhand alter Fotografien und genauer Archivaufmaße originalgetreu wiederhergestellt. Gleichzeitig ließ die Stiftung auch die erhaltenen Originalfragmente der Laternenaufsätze restaurieren, die sich im Eigentum der Erbengemeinschaft Pückler befinden. Die rund vier Meter hohen und mehr als 300 Kilogramm schweren Kandelaber sollen damit wieder ihre historische Gestalt aus der Zeit um 1850 zeigen.
Schinkel-Kandelaber erhalten ihre Laternen zurück
Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz hat ein Restaurierungs- und Wiederherstellungsprojekt an der westlichen Schlossterrasse abgeschlossen. Die beiden historischen Schinkel-Kandelaber zeigen sich nun wieder mit ihren markanten Laternenaufsätzen und ihren reich verzierten Postamenten. Damit sollen die beiden Kandelaber wieder ihrer historischen Gestalt entsprechen. Gleichzeitig ließ die Stiftung die erhaltenen Originalfragmente der Laternenaufsätze restaurieren. Diese befinden sich nach Angaben der Stiftung im Eigentum der Erbengemeinschaft Pückler. Die beiden klassizistischen Terrakotta-Kandelaber entstanden um 1830 in der Berliner Tonwarenfabrik von Tobias Feilner. Grundlage waren Entwürfe des Architekten Karl Friedrich Schinkel. Die bildhauerische Ausführung geht laut Stiftung auf den Bildhauer Ludwig Wichmann zurück und begann ab dem Jahr 1824.

Historische Kandelaber kamen 1850 nach Branitz
Die Kandelaber gelangten gemeinsam mit dem Umzug des Fürstenpaares von Muskau nach Branitz in den Branitzer Park. Im Sommer 1850 schlug Obergärtner Terscheck nach Angaben der Stiftung vor, die beiden Stücke direkt an der Freitreppe auf der Westseite des Schlosses aufzustellen. Fürst Pückler ließ die Kandelaber dort als Schmuck des Pleasuregrounds aufstellen und beleuchten. Die Kandelaber gehörten damit zur Gestaltung des unmittelbaren Schlossumfeldes. Die Terrakotta-Körper blieben erhalten, während die historischen Laternenaufsätze im Verlauf des 20. Jahrhunderts verloren gingen.
Einer der originalen Terrakotta-Körper ist heute im Besucherzentrum ausgestellt. Der zweite befand sich laut Pressemitteilung in Fragmenten im Depot. Bereits im Jahr 1994 entstanden witterungsbeständige Kopien, die für die Aufstellung im Außenbereich vorgesehen waren. Die charakteristischen schmiedeeisernen Lampenaufsätze fehlten jedoch weiterhin.
Historische Fotografien dienten als Grundlage
Für die Wiederherstellung der fünfeckigen Laternenaufsätze nutzten die Verantwortlichen historische Fotografien und genaue Aufmaße aus dem Archiv. Auf dieser Grundlage wurden die Aufsätze laut Stiftung originalgetreu wiederhergestellt. Die beiden Kandelaber erreichen eine Höhe von vier Metern und wiegen jeweils mehr als 300 Kilogramm. Nach Angaben der Stiftung zeigen sie nun wieder präzise die historische Gestalt aus der Zeit um 1850. Damals ließ Fürst Pückler die Kandelaber an der Schlossterrasse aufstellen und beleuchten.
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Mit den rekonstruierten Laternenaufsätzen und den wiederhergestellten Postamenten ist das Projekt nun abgeschlossen. Zugleich bleiben die restaurierten Originalfragmente der historischen Laternenaufsätze erhalten. Die Schinkel-Kandelaber in Branitz zeigen damit wieder das Erscheinungsbild, das auf historischen Fotografien und in den vorhandenen Archivunterlagen dokumentiert ist.
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Red. / Presseinformation
Bilder: SFPM









