Das Gastgewerbe in Brandenburg hat im August deutlich weniger umgesetzt als ein Jahr zuvor. Preisbereinigt sank der Umsatz um 7,5 Prozent, meldet das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Im Einzelhandel blieb der reale Umsatz nahezu auf dem Niveau des Vorjahresmonats.
Gastronomie verliert real fast elf Prozent Umsatz
Nominal, also ohne Herausrechnen der Preissteigerungen, lag das Brandenburger Gastgewerbe im August 1,3 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Besonders schwach lief es in der Gastronomie. Sie setzte real 10,9 Prozent weniger um, Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben und Cafés sogar 12,9 Prozent. Caterer und sonstige Verpflegungsdienstleister kamen auf ein Minus von 5,8 Prozent. In der Beherbergung fiel der Rückgang mit real 2,2 Prozent geringer aus.
Von Januar bis August setzte das Gastgewerbe im Land real 6,9 Prozent weniger um als im Vorjahreszeitraum, nominal 0,3 Prozent weniger. Die Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe sank im August um 0,8 Prozent. In der Beherbergung arbeiteten 7,0 Prozent weniger Menschen als ein Jahr zuvor, in der Gastronomie dagegen 2,0 Prozent mehr. Welche Rolle der Tourismus für die Brandenburger Wirtschaft spielt, zeigt eine Studie, über die wir hier berichtet haben.
In Berlin fiel der Rückgang im Gastgewerbe kleiner aus als in Brandenburg. Dort sank der reale Umsatz um 4,2 Prozent, nominal stieg er um 2,6 Prozent.
Einzelhandel setzt nominal 3,5 Prozent mehr um
Der Brandenburger Einzelhandel setzte im August nominal 3,5 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. Preisbereinigt blieb der Umsatz aber nahezu unverändert. Ein Grund für den Abstand sind die gestiegenen Preise. Die Verbraucherpreise lagen in Brandenburg im August 3,1 Prozent über dem Vorjahresmonat (wir berichteten).
Unterschiedlich entwickelten sich die Sparten. Geschäfte mit Waren verschiedener Art, darunter Supermärkte und Kaufhäuser, steigerten ihren realen Umsatz um 2,5 Prozent. Lebensmittelgeschäfte, Getränkemärkte und Tabakwarenläden setzten dagegen real 6,7 Prozent weniger um. Die Zahl der Beschäftigten im Einzelhandel sank um 0,6 Prozent. Der Berliner Einzelhandel kam auf ein reales Plus von 3,0 Prozent und nominal 5,3 Prozent mehr Umsatz.
Alle Angaben sind vorläufig und werden vom Amt monatlich überarbeitet. Die Berichte zum Gastgewerbe und zum Einzelhandel stehen auf der Seite des Statistikamts.
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